unbekannter Gast

Spanische Hofreitschule Wien#

von Julia Fritz; HS Markt Hartmannsdorf, 2a; Betreuung: Zoller; 82 Punkte;

Geschichte der Spanischen Hofreitschule Wien:

Die Spanische Hofreitschule Wien ist die älteste Reitschule der ganzen Welt. Diese Hofreitschule pflegt die klassische Reiterkunst (die „Hohe Schule“). Es gab schon 1572 den “Spanischen Reitstall“, in dem wurden nur Pferde spanischer Abstammung ausgebildet.

Die Lipizzaner, die heute in der Spanischen Hofreitschule sind, sind eine Kreuzung zwischen Karstpferden und einer altspanischen Pferderasse (Andalusier). Im Moment hat die Spanische Hofreitschule 70 Lipizzanerhengste aus den Stämmen: Conversano, Favory, Maestoso, Neapolitano, Pluto, und Syglavy.

Das Gebäude der Spanischen Hofreitschule ist ein Teil der Hofburg. Die Hofburg wurde 1735 unter Kaiser Karl VI. von J. E. Fischer von Erlach erbaut.

Wegen der heftigen Kriegsereignisse im Zweiten Weltkrieg und der Bomben wurde die Spanische Hofreitschule nach St. Martin in Oberösterreich verlegt und war mehr als ein Jahrzehnt von Wien abwesend. Erst 1955 wurde die Spanische Hofreitschule in Wien wiedereröffnet.

Bis 1918 erfolgte die Zucht der Lipizzaner in Lipizza (Lipica, Slowenien) bei Triest und wurde dann in das heutige Bundesgestüt Piber (Köflach, Steiermark) verlegt. Die Lipizzaner gehören zu den bekanntesten und schönsten Pferderassen der Welt. Seit über 400 Jahren werden diese wunderschönen Pferde von den Bereitern der Hofreitschule ausgebildet. Der Stammbaum kann von jedem Hengst bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

Die Spanische Hofreitschule Wien nahm im August 1956 bei den Paralympix in London teil. Der Bereiter A. Podhasky ist mit einem Lipizzanerhengst an den Start gegangen.

Die schönen Lipizzaner: Diese wunderschöne Rasse gehört zu den ältesten Pferderassen der ganzen Welt. Ihr Ursprung geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der Name „Lipizzaner“ wird nach einem kleinen Dorf in Slowenien benannt, weil sie früher dort gezüchtet wurden. Heute werden diese Lipizzaner in dem Bundesgestüt Piber gezüchtet. Dem Gestüt Piber verdankt die Spanische Hofreitschule, dass die Pferde so gepflegt und sorgsam zu der Spanischen Hofreitschule kommen. Jedes Jahr werden die besten Lipizzanerhengste ausgewählt. Diese veranstalten eine tolle Aufführung der (Hohen Schule) der klassischen Reiterkunst. Das wird seit über 400 Jahren so gemacht. Die Aufführung wird in der berühmtesten Halle der ganzen Welt aufgeführt.

Vorstellung der Jungen Hengste( Remontenschule): Sechs bis acht Hengste (9-10 Jahre) betreten die Reitbahn. Sie werden auf beiden Händen in den drei verschiedenen Grundgangarten (Schritt, Trab, Galopp), auf geraden Linien und auf der großen Tour vorgestellt. Die jungen Hengste werden mit einfachem Zaumzeug und englischem Dressursattel gezeigt. Geritten wird mit Gerte, aber ohne Sporen.

Campagneschule: Nach der Remontenschule (nach einem Jahr) sind die Hengste bereit für die Campagneschule (erste Stufe). Nun werden die Hengste von BereiterInnen und OberreiterInnen ausgebildet. Gelernt wird: die Versammlung, das Reiten von Wendung und Zirkeln in allen drei Gangarten (Schritt, Trab, Galopp, Losgelassenheit, Selbsthaltung, Schub aus der Hinterhand und das Aufnehmen von dem Gewicht auf die Hinterhand. Das Pferd lernt korrekte Stellung und Biegung im Seitengang. Der Hengst wird außerdem an die Kandare gewöhnt. Die Campagneschule erfasst zwei Drittel der ganzen Ausbildung.

Hohe Schule: In dieser Stufe lernt der Reiter dem Pferde die Perfektion beim Reiten. Der Hengst lernt in höchster Versammlung Piaffe, Passage, Galopppirouetten und Galoppwechsel von Sprung zu Sprung. Hengste, die sich dafür eignen, lernen auch Schulsprünge wie: Levade, Kapriolee und Courbette.

Die beiden folgenden Abschnitt habe ich direkt aus dem Austria-Forum übernommen:#

Spanische Reitschule #

Spanische Reitschule. Vorführung in der Winterreitschule., © Ch. Brandstätter Verlag, Wien, für AEIOU
Spanische Reitschule. Vorführung in der Winterreitschule.
© Ch. Brandstätter Verlag, Wien, für AEIOU

In Wien, älteste Reitschule der Welt, pflegt die klassische Reitkunst (die "Hohe Schule").

Bereits 1572 gab es den "Spanischen Reitstall", in dem nur Pferde spanischer Abstammung verwendet wurden. Die heutigen Lipizzaner sind Nachkommen der Kreuzung zwischen Karstpferden und einer altspanischen Pferderasse (Andalusier).

Das Gebäude der Spanischen Reitschule, ein Teil der Hofburg, wurde 1735 unter Kaiser Karl VI. von Joseph Emanuel Fischer von Erlach erbaut.

Im Jahr 2001 wurden die Spanische Hofreitschule und das Bundesgestüt Piber in die Gesellschaft öffentlichen Rechts "Spanische Hofreitschule – Bundesgestüt Piber" umgewandelt. Seit November 2007 leitet – zum ersten Mal seit Bestehen der Hofreitschule – eine Frau die Traditionsinstitution: KR Dkfm. Elisabeth Gürtler. 2008 hat die Spanische Hofreitschule Wien erstmals zwei Frauen zur Bereiter-Ausbildung aufgenommen.

Derzeit hat die Spanische Reitschule 72 Lipizzanerhengste aus den Stämmen Conversano, Favory, Maestoso, Neapolitano, Pluto und Syglavy. Wegen der Kriegsereignisse mehr als ein Jahrzehnt von Wien abwesend, wurde die Spanische Reitschule 1955 wiedereröffnet. Die Zucht erfolgte bis 1918 in Lipizza (Lipica, Slowenien) bei Triest und wurde dann in das heutige Bundesgestüt Piber (Köflach, Steiermark) verlegt. Lipizzanermuseum in der Stallburg der Wiener Hofburg.


--> Historische Bilder zu Spanische Reitschule (IMAGNO)

Literatur#

  • A. T. Leitich und A. Podhajsky, Die Spanische Reitschule in Wien, 1956
  • G. Kugler u. W. Bihl, Die Lipizzaner der Span. Hofreitschule, 2002

Lippizaner#

Die Lipizzaner sind eine bekannte Warmblutpferderasse und vermutlich die älteste Kulturpferderasse der Welt; Berühmtheit erlangte die Rasse vor allem durch ihren Einsatz an der Spanischen Hofreitschule in Wien.

Die Pferde, die in der Spanischen Hofreitschule in Wien auftreten, erblicken das Licht der Welt auf dem ländlichen Gestüt in Piber in der Steiermark.
Hier werden sie aufgezogen, die besten ausgewählt, kommen nach Wien in die fürstlichen Stallungen und trainieren bis zur Vollendung der hohen Schule der Reitkunst.

Charakteristika der Rasse#

  • meist weiß; nur ausnahmsweise auch Braune oder Rappen; Fohlen sind schwarz oder braun
  • Stockmaß 155-158 cm, Gewicht 450-520 kg
  • Kräftiger, hoch angesetzter Hals, starke Kruppe, relativ kurze Beine, weit auseinanderliegende Augen, meist ramsnasiger Kopf
  • Spätreife, langlebige Tiere, erst mit zirka 10 Jahren ausgefärbt.

Geschichte#

Lipizzaner
Lipizzaner zeigt eine Levade in der Spanischen Reitschule in Wien.
© Ch Brandstätter Verlag, Wien, für AEIOU

Erzherzog Karl von Innerösterreich (Bruder Kaiser Maximilians) gründete 1580 im Karst nahe Triest, in Lipizza ("kleine Linde") ein Gestüt für eine eigene kaiserliche Pferdezucht zur Versorgung des Habsburgerhofs mit standesgemäßen Pferden.

Die sogenannten "Karster"-Pferde waren seit den Zeiten der Römerzeit wegen ihrer Härte, Schnelligkeit und Schönheit berühmt; zusätzlich wurden noch 9 Hengste und 24 Mutterstuten aus Spanien importiert. Die Zucht der neuen Rasse "Pferd der Karster Rasse Lipizzaner Zucht" geschah zunächst auf Grundlage der Karstpferde, der spanischen Pferde und von Pferden aus der Po-Etsch-Ebene.

Erst im 18. Jahrhundert kamen die "Neapolitaner" dazu: es wurden Deckhengste altspanischer-italienischer Abstammung aus dem Dänemarker Gestüt Frederiksborg, aus der deutschen Zuchtstätte Lippe-Bückeburg und aus dem böhmischen Hofgestüt Kladruby (Kladrub) importiert. Daraus ergaben sich die klassischen sechs Hengstlinien, benannt nach dem Stammvater (Pluto, Conversano, Neapolitano, Maestoso, Favory, Siglavy) und die 15 Stutenfamilien.

Im Laufe der Geschichte mussten die Lipizzaner Erdbeben, Brände und Umsiedelungen durchmachen: zwischen 1797 und 1815 musste das gesamte Gestüt 3 Mal vor den Truppen Napoleons flüchten bzw. verlegt werden.

In der Spanischen Reitschule zu Wien wurden die Hengste laufend geprüft und nur jene Pferde züchterisch genutzt, die den Anforderungen der Hohen Schule oder dem höfischen Gespanndienst entsprachen. So entstand eine besonders leistungsfähige und schöne barocke Rasse, die bis heute untrennbar mit dem Wiener Reitinstitut verbunden ist.

Während des 1. Weltkriegs wurde das Gestüt 1915 nach Laxenburg bei Wien verlegt, einige Fohlenjahrgänge wurden nach Kladruby in Böhmen gebracht und mit diesen 1921 das Gestüt Topol'cianky in der Slowakei gegündet. Der Laxenburger Pferdebestand wurde geteilt - ein Teil wurde nach Hause, nach Lipizza geschickt, die andere Hälfte kam 1919/20 nach Piber bei Graz in der Steiermark.

Dort wird die Zucht heute in enger Zusammenarbeit mit der Spanischen Reitschule nach alter Tradition fortgeführt. Daneben existieren größere Gestüte in Lipica, (Stammgestüt; Slowenien), Rumänien (Jos-Fogaras), Ungarn (Szilvásvárad), Slowakei (Topol'cianky) und Italien (Monterotondo); die internationalen Zuchten sind in dem weltweiten Verband LIF zusammengefasst.

Weltweit liegt der Bestand bei ca. 4.000 Tieren,in Österreich sind es ca. 200 Zuchttiere.


--> M. Haller, Seltene Haus- und Nutztierrassen (Web-Books)
--> Vorführung der Lipizzaner vor General Patton (Video Album)
--> Historische Bilder zu Lipizzaner (IMAGNO)

Quellen#


Recherche zum Thema Spanische Hofreitschule Wien#

  • Quelle 1: Gürtler, Elisabeth; Sternthal, Barbara: Die Lipizzaner und die Spanische Hofreitschule. Mythos und Wahrheit. Brandstätter Weltbild, Wien 2010.

  • Quelle 2: Sladky, Pamela: Erste Bereiteranwärtin in der Spanischen Hofreitschule. Pferde revue. http://www.pferderevue.at 13.3.2013

  • Quelle 3: Kugler, Georg: Spanische Hofreitschule Lipizzaner Museum. Pichler, Wien 2007.


Toller kreativer Beitrag! Danke für den Videoclip.

-- Unbekannt, Montag, 24. Juni 2013, 11:53