Mähren und Schlesien, Band 17, Seite 625 - Austria-Forum : Web Books : Kronprinzenwerk

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Mähren und Schlesien, Band 17

Die Österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Mähren und Schlesien#

Band 17#

Kronprinzenwerk
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
1897
607 mit denen Joseph Haydns verwandt, seine Opern aber Kinder der damaligen Zeit. Nach Dittersdorf ist die Ortschaft Dittershof in Schlesien (bei Freiwaldau) benannt. In unmittelbarer Nähe von Troppan auf seinem Schloß Grätz hielt der edle, mit dem Wiener Musikleben des XVIII. und XIX. Jahrhunderts so eng verwachsene Fürst Karl Lichuowsky, der Gönner und Freund Mozarts sowie Beethovens, ein Dilettauteutheater. Das Schloß Grätz erhielt seine besondere musikalische Weihe durch den Aufenthalt Beethovens in den Jahren 1806 und 1811. Hier war es, wo der Meister Schloß Grätz bei Troppau. im October 1806 sich weigerte, vor den im Schlosse zu Besuch anwesenden französischen Offizieren zu spielen und bei Nacht und Sturm nach Troppau zu seinem Freunde Dr. Weiser, dem Arzt des dortigen allgemeinen Krankenhauses, entfloh. Auf seiner Rück- reise von Troppau nach Wien hatte Beethoven das Mannscript der soeben beendeten Lonata appassionata bei sich, welches während der Fahrt von einem Platzregen durchnäßt wurde und die Spuren davon für immer an sich trug. Schlesien hatte sonach das Glück, den Meister mit einem Werke, welches bis dahin noch Niemand vernommen, bei sich zu beherbergen. Auch der deutsche Ritterorden hielt in seinem Schlosse zu Freudenthal ein eigenes Haustheater, wo ganz tüchtige Sänger und Musiker ihre Opern aufführten.

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