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Pentecoste#

Altarraum der Deutchordenskirche, Wien 1 nach Ostern. Foto: Doris Wolf 2013
Altarraum der Deutchordenskirche, Wien 1 nach Ostern. Foto: Doris Wolf 2013

Die Österliche Freudenzeit umfasst die 50 Tage bis Pfingsten. Anfangs hatte die Osteroktav (Weiße Woche) besondere Bedeutung für die neu Getauften. Von ihren weißen Kleidern leitet sich der Name der Woche und des Weißen Sonntags ab. Im 2. Jahrhundert galt die Pentecoste als "einziger großer Festtag", an dem man nicht fasten oder kniend beten sollte. Anno 336 schrieb Eusebius von Caesarea: "Darum feiern wir nach Pascha die Pentecoste während sieben langer Wochen, nachdem wir in der Zeit vor Pascha sechs Wochen lang die vierzigtägige Fastenübung männlich ertragen haben … Auf die Mühen jener wird mit Recht das zweite Fest von sieben Wochen folgen, für uns die Zeit der Ruhe."

Doch bereits im 4., mehr noch im 5. und 6. Jahrhundert, zeichneten sich Tendenzen ab, die eine Zersplitterung der Osterzeit zur Folge hatten. Nur die österliche Kennmelodie, der Jubelruf "Halleluja" blieb erhalten. Der 40. Tag wird als Hochfest Christi Himmelfahrt begangen. Pfingsten entwickelte sich zum eigenständigen Fest mit einer Festwoche. Seit Ende des 4. Jahrhunderts steht die Ausgießung des Heiligen Geistes, und damit verbunden die Firmung, thematisch im Mittelpunkt.


Quellen:
Karl-Heinrich Bieritz: Das Kirchenjahr. München 1994. S. 92
Dokumentation des Symposiums "Die fünfzig Tage. Festzeit von Ostern bis Pfingsten", in: Heiliger Dienst 1/1994


Bild 'Feste'

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