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Pfingsten#

Pfingsten

Am 50. Tag nach Ostern (zwischen 10. Mai und 13. Juni) wird das Pfingstfest begangen. Die Osterzeit findet ihre Vollendung in der Geistsendung, von der die Apostelgeschichte (2, 1-13) berichtet: "Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen ... und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer ... Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt." Mit zunehmender Betonung der Herabkunft des Heiligen Geistes wurde der 8. Sonntag der Osterzeit als Endpunkt der großen Osteroktav immer mehr aus dem "einzigen Festtag" der Pentecoste herausgelöst. Als Fest der dritten göttlichen Person erhielt es eine eigene Oktav oder zumindest einen zweiten Feiertag wie Ostern oder Weihnachten. An den früheren Pfingstfestkreis erinnern die roten Messgewänder statt österlich-weißer. 

Pfingsten entwickelte sich zum Termin der Firmung in den Bischofskirchen. Seit 1971 spricht der Firmspender. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Das katholische Sakrament kann ab dem 12. Lebensjahr empfangen werden.In Wien fand die Sakramentenspendung im Stephansdom statt. Für viele Kinder aus dem Umland war das die erste Möglichkeit, in die Hauptstadt zu kommen. Traditionelle Geschenke der Paten (Göd oder Godl genannt), war die goldene Uhr, dazu kam ein Gebetbuch, ein großer Luftballon und die Fahrt im geschmückten Fiaker zum Festessen.

Für weltliche, ländliche Bräuche ist der Doppelfeiertag Anlass zu Frühlingsfesten, Wettspielen, Umzügen und Heischegängen, wie dem Pfingstkönigsumzug.

Seit einigen Jahren hat die Wiener Stadtpfarre St Michael den Rosenregen als Brauch belebt. Man beruft sich auf die Apostelgeschichte und eine Pfingstpredigt, Papst Bonifatius IV. im Jahr 609. Dabei soll ein Rosenregen "wie Feuerzungen" auf die Gläubigen niedergegangen sein.

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Der Rosenregen in St. Michael, Fotos: Doris Wolf, Pfingstsonntag 2015, Fotos: Doris Wolf

Bei der im Frühjahr 2016 durchgeführten IMAS-Umfrage "Traditionen und Bräuche" (Archiv Nr. 016041) gaben 61% an, Pfingstfest/Pfingstschnalzen zu kennen und 22%, selbst teilzunehmen


Quellen: 
Rupert Berger: Neues Pastoralliturgisches Lexikon. Freiburg/Br. 1999. S. 405 f.
Helga Maria Wolf: Das neue BrauchBuch. Wien 2000. S. 182
Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S. 102 f.

Bild oben: "Pfingsten..." Kleines Andachtsbild, 19. Jahrhundert. Gemeinfrei


Siehe auch:
--> Pfingstfest


Bild 'Feste'

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