Purim#

Das Losfest am 14. des jüdischen Monats Adar trägt karnevalistische Züge. Purim erinnert an die Errettung der persischen Juden aus drohender Lebensgefahr durch Ester und ihren Pflegevater Mordechai zur Regierungszeit des Königs Xerxes I. (486-465 v. Chr.). Der geschichtliche Hintergrund findet sich im Buch Ester im Alten Testament, das um 300 v. Chr. geschrieben wurde. 

Im 16. Jahrhundert wurden erstmals öffentlich Purimstücke aufgeführt. Während der Lesung aus der Esterrolle dürfen die Zuhörer, immer wenn der Name Haman erwähnt wird, mit einer Ratsche Lärm schlagen. Bei der Gemeindefeier werden traditionelle Süßigkeiten gegessen, vor allem Haman-Taschen, mit Mohnsamen gefüllte Teigbeutel. Weitere Bräuche sind Maskeraden, das Verstecken kleiner Geschenke, Spenden für die Armen, Umzüge und Kinderparties.


Quellen:
Theodor Much: Judentum, wie es wirklich ist. Wien 1997. S. 95f.
Wolfgang Walter: Meinen Bund habe ich mir dir geschlossen. München 1989. S. 81 f.
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