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Schmied#

Bild 'Schmied_gr'

Der gefährliche und unheimlich wirkende Beruf findet sich in der Mythologie: Hephaistos (lat. Hephaestus, Vulcanus) der Gott des Feuers und der Schmiede, zählt zu den zwölf olympischen Gottheiten. Wieland, der Schmied, erscheint in der germanischen Sage als halbgöttliches Wesen. 

Schmied war einer der ältesten Handwerksberufe, mit Hammer und Amboss als wichtigsten Geräten. Im ländlichen Raum war er ein Universalhandwerker, der Gebrauchsgegenstände (Messer, Sensen, Sicheln, Nägel, Pfannen etc.) und Waffen herstellte, sowie Pferde beschlug. In den Städten gab es Spezialisten, Kunstschmiede und verwandte Berufe, die sich nach der Art des verarbeiteten Materials unterschieden, wie Kupfer- und Messingschmiede, Goldschmiede, Plattner (Harnischschmiede), Silberschmiede, Zeug- und Zirkelschmiede. Im Lauf des 19. Jahrhunderts übernahmen Manufakturen und Fabriken die Arbeiten der Meister. In jüngster Zeit findet das Handwerk hobbymäßig Interesse.

Bekannte Redensarten lauten z.B.: "Seines Glückes Schmied sein", "zum Schmied und nicht zum Schmiedl gehen", "das Eisen schmieden, so lange es heiss ist" oder "Nägel mit Köpfen schmieden".


Quellen:
Lutz Röhrich: Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Freiburg/Br.1992. Bd. 3/S. 1375 f.
Wikipedia: Schmied (Stand 22.9.2008)

Bilder: Amboss einer Feldschmiede, Seeberg (Kärnten). Foto: Alfred Wolf, 1969


Siehe auch:
--> Schmied