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Gründonnerstagpartie#

Gruendonnerstagpartie

In Stockerau (Niederösterreich) pflegen die Männer als Antibrauch zum Osterputz der Frauen die heitere "Gründonnerstagpartie" 17 km durch die Au nach Tulln. Die erste Wanderung unternahm Karl Wasserburger 1884 mit dem Männergesangverein. Lange Zeit durften keine Frauen teilnehmen. Sie haben inzwischen ihren Antibrauch gefunden, den "Hasenmarsch".

Auch 2024 gingen zahlreiche Männer bei der Gründonnerstagpartie mit. Traditioneller Start ist um 8.30 Uhr bei der Stockerauer Kirche. Vor dem 'Süßen Eck' wird ein Kipfelgekauft, das bis zur ersten Labstelle sichtbar getragen werden muss. Einem kurzen Halt beim Kloster folgt der "Sprung über den Bach", über dem sich jedoch eine Brücke befindet. Eine Firma bewirtet die Teilnehmer mit "Bunten Getränken aus kleinen Gläsern". In Unterzögersdorf geht es vorbei an den "blauen Fröschen" nach Oberzögersdorf. Von dort gelangt die Partie über Feldwege nach Schmida, wo vor einem ehemaligen Gasthaus, der früheren Labstelle, ein Stein an einen früheren Partieführer erinnert. Die "Jungfrauen", Teilnehmer, die zum ersten Mal dabei sind, umspannen die "5-Männer-Eiche". Auf der "Tag des Herrn-Wiese" in Zaina steht das Singen dieses Liedes auf dem Programm. Die Heimfahrt wird mit einem Autobus angetreten, der die Teilnehmer in ein Gasthaus zum Mittagessen bringt.

Der Gegenbesuch der Tullner Männer erfolgt in ähnlicher Weise zu Christi Himmelfahrt. Ihr Abzeichen ist ein Salzstangerl.


Quellen: 
Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S.65
2023
2024

Bild:
Anmeldung zur Gründonnerstagpartie 1985