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300. Geburtstag von Jakob Prandtauer#

Sonderpostmarke

Das Markenmotiv zeigt ein Porträt des Künstlers. Aus der Taufmatrikel der bischöflichen Dekanatspfarre Zams bei Landeck in Tirol geht hervor, daß am 16. Juli 1660 dem Bergbauern Simon Prandtauer und seiner Frau Maria Lentsch in Stanz ein Sohn geboren wurde, der in der Taufe den Namen Jakob erhielt. Prandtauer erlernte in den Jahren 1677 bis 1680 beim Maurermeister Georg Asam in Schnann das Maurerhandwerk und erhielt von der Maurer- und Steinmetzzunft in Imst am 13. Jänner 1689 den Gesellenbrief. Mit 32 Jahren wurde er Maurermeister. Am 6. April 1702 erhielt er den Auftrag zum Neubau des Stiftes Melk, wo er einen der schönsten Barockbauten der Welt schuf. Mit 48 Jahren übernahm er die Nachfolge des berühmten italienischen Architekten Carlo Antonio Carlone, nach dessen Tod er unter anderem die großen oberösterreichischen Klöster Garsten, Kremsmünster und St. Florian vollendete. Der begnadete Künstler starb am 16. September 1726 in St. Pölten und wurde im dortigen Dom beigesetzt. Die in der Zeit vom 14. Maibis 23. Oktober 1960 vom Stift Melk, der Landesregierung und der Stadtgemeinde Melk veranstaltete große Barockaustellung dokumentierte unter dem Titel "Jakob Prandtauer und seine Zeit" sein großes Werk.