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50. Todestag von Richard Zsigmondy#

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Richard Zsigmondy wurde am 1. April 1865 in Wien geboren. Nach der Ablegung seiner Matura begann er an der Technischen Hochschule in Wien das Studium der Chemie, setzte es in München fort und führte dort seine Doktorarbeit "Beiträge zur Synthese von Inden-Derivaten" im Laboratorium von Wilhelm Miller aus. 1893 habilitierte er sich an der Technischen Hochschule in Graz und war dort auch einige Jahre als Privatdozent tätig. Ab 1897 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Jenaer Glaswerk Schott u. Gen. Dortbeschäftigte er sich vor allem mit dem Goldrubinglas und der damit verbundenen Frage nach der Löslichkeit von Metallen in Glas. Die Anerkennung, die seine Arbeit fand, führte dazu, daß er ab 1907 als außerordentlicher Professor für Anorganische Chemie nach Göttingen berufen wurde. Dort wirkte er, ab 1917 als Ordinarius, bis zu seinem Tod am 23. September 1929. Mit dem Nobelpreis für Chemie wurde er 1925 ausgezeichnet. Er erhielt ihn "für die Darlegung der Heterogenität der kolloidalen Lösungen und für die dabei angewandten Methoden, die für die moderne Kolloidchemie grundlegend gewesen sind".