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Briefmarke, Bruderschaft St. Christoph
© Österreichische Post

625 Jahre Bruderschaft St. Christoph#

Sonderpostmarkenserie

Mit der vorliegenden, von Prof. Adolf Tuma gestalteten Sondermarke wird dem 625-jährigen Jubiläum der Bruderschaft St. Christoph, einer mit mehr als 18.000 Mitgliedern starken „Vereinigung christlicher Nächstenliebe“, gedacht. Sitz der Bruderschaft ist das bekannte Arlberg Hospiz Hotel mit der dazugehörigen Kapelle in St. Christoph am Arlberg; zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten mit klangvollen Namen wie zum Beispiel der König von Spanien, Juan Carlos I., die niederländische Königin Beatrix, die Fürsten von Liechtenstein sowie mehrere Mitglieder des saudischen Königshauses gehören der karitativen Vereinigung an. Die Geschichte der Bruderschaft geht zurück bis ins Gründungsjahr 1386, als Heinrich von Kempten die Initiative ergriff, Geld für den Bau des Hospiz auf dem Arlbergpass als Schutzhaus für in Not geratene Reisende zu sammeln. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Bruderschaft von einem gewissen Arnold Ganahl wieder ins Leben gerufen. Die wiedererstandene Vereinigung half anfangs in erster Linie Waisenkindern der beim Bau des Arlberg-Straßentunnels verunglückten Arbeiter und ermöglichte ihnen damit eine entsprechende Ausbildung. Seitdem erlebte die Bruderschaft einen überaus großen Aufschwung zu neuer, nie dagewesener Blüte und unterstützt heute vornehmlich Kinder und Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind.

Alle Mitglieder der Bruderschaft und auch die Funktionäre des Vorstandes verrichten ihre Tätigkeit auf ehrenamtlicher Basis, das heißt, dass das gesamte gespendete Geld ausschließlich bedürftigen Personen zugute kommt. Der derzeitige Bruderschaftsmeister ist Adolf Werner, der Seniorwirt des Hospizhotels. Schatzmeisterin ist seine Frau Gerda Werner, die Tochter von Arnold Ganahl.

Interessant ist, dass die Bruderschaft St. Christoph ein eigenes Wappen als Symbol führt. Dieses „Bruderschaftswappen“ ist die Nachbildung einer Darstellung aus einem der überlieferten mittelalterlichen Wappenbücher aus der Zeit von Heinrich von Kempten aus dem 14. Jahrhundert. Es zeigt das „Lamm Gottes“ in Weiß auf goldenem Grund, ein Kreuz in Gold auf weißem Grund und darunter drei rote Kreuze auf weißem Grund, symbolisierend die christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung. Ein Ausschnitt eines historischen Gemäldes des Anwesens in St. Christoph – eine Miniatur von nicht einmal 8 x 15 cm – sowie das erwähnte Bruderschaftswappen bilden das Motiv der attraktiven Sondermarke.