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Symphonie Nr. 5, op. 67, c-Moll
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Ludwig van Beethoven

Aufführungsdauer: ca. 30 Minuten
Entstehungszeit: erste Aufzeichnungen reichen in das Jahr 1800 zurück, direkte Niederschriften finden sich in seinem Skizzenbuch vom Feber und März 1804, die Fertigstellung erfolgte vom April 1807 bis zum Frühjahr 1808.
Uraufführung: 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien.
Widmungsträger: Fürst Franz Joseph von Lobkowitz und Graf Andreas Kyrillowitsch von Rasumovsky.
Orchester: 2 Flöten, 1 Piccoloflöte, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 1 Kontrafagott, 2 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher.

Uraufführungskonzert

Unter Beethovens Leitung wurde an diesem Tag im Theater an der Wien, die Fünfte, die Sechste ("Pastorale"), das 4. Klavierkonzert op. 58, die Chorphantasie op. 80, sowie mehrere Sätze der C-Dur Messe, op. 86, uraufgeführt. Die 5. und 6. Symphonie waren damals noch umgekehrt nummeriert. Das Konzert war nicht nur im zeitlichen Ablauf zu lang - heute würde dieses Konzertprogramm zweieinhalb Konzertabende füllen - das Theater an der Wien war überdies nicht geheizt, der Besuch war spärlich. Chor und Orchester waren aus heterogenen Teilen zusammengesetzt, es konnte nicht genügend geprobt werden, Solisten, so Frau Anna Milder, sagte kurzfristig ihre Mitwirkung ab, sodass Ersatz geschaffen werden musste. Beethoven geriet mit dem Orchester in Streit, die Musiker verbaten sich seine Anwesenheit während des Einstudierens. Als Klaviersolist war Beethovens Schüler Ferdinand Ries vorgesehen, der jedoch den Solopart zu spielen ablehnte, weil er erst fünf Tage vor dem Konzerttermin die Noten ausgehändigt bekam - so musste Beethoven selbst als Solist auftreten.

Sätze

1. Satz: Allegro con brio
2. Satz: Andante con moto
3. Satz: Allegro
4. Satz: Allegro

Zum Begriff Schicksalssymphonie: Diese Symphonie ist auch unter der Bezeichnung Schicksalssymphonie bekannt. Der Beiname stammt jedoch nicht von Beethoven, sondern von seinem ersten Biografen Anton Schindler und wird daher nur noch wenig verwendet.

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