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Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl - seine Herkunft und sein Werk
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193Wagner von der Mühl 1954 Die Presseaussendung vom Künstlerhaus hat Dr. Hans Ankwicz-Kleehoven verfasst (siehe unten) - vollständig in der Wiener Zeitung abgedruckt am 2.2. 1954: Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl ein Siebziger Am Wiederaufbau unserer durch den Krieg so schwer geschädigten Stadt haben neben den Architekten vor allem die Bildhauer einen wesentlichen Anteil. Denn ihnen oblag die Wiederherstellung des oft arg mitgenommenen Skulp- turenschmuckes unserer Kirchen und öffentlichen Gebäude, und diese ebenso mühsame wie verantwortungsvolle Arbeit haben meist ältere Künstler durchgeführt, die sich auf langjährige Erfahrung und eingehende Materialkenntnis stützen konnten. Zu ihnen zählt auch der bekannte Plastiker Prof. Adolf Wagner von der Mühl, der am 2. Feber sein 70. Lebensjahr vollendet. Man muß ihn in seinem Prateratelier am Werke gesehen haben, wenn er gerade damit beschäftigt war, den Torso einer der vielen von Bombensplittern getroffenen Fassadenfiguren des Kunsthistorischen Museums sinngemäß zu ergänzen. Welch entsagungsvollen Fleiß, aber auch welch hohes Können erforderte doch eine solche Restaurierung, aber Wagner hat diese Aufgabe mit derselben künstlerischen Sicherheit gemeistert, die er auch in der langen Reihe seiner eigenen Bildwerke bewies. Im oberösterreichischen Rohrbach geboren und zunächst Lehrling bei einem Holzbildhauer in Ottensheim ging er 1903 an die Münchner Akademie, wo er zwei Jahre beim Bildhauer Prof. Ruemann arbeitete, um dann seine Studien an der Wiener Akademie in der Meisterklasse Edmund Hellmers abzuschließen. Der Rompreis ermöglichte ihm 1912 einen einjährigen Aufenthalt in Italien, seit 1913 ist er als freischaffender Künstler in Wien tätig, wurde März 1923 Mit- glied des Künstlerhauses und errang in den Ausstellungen desselben 1925 den Staatspreis, 1930 den Jubiläumspreis und 1932 den Preis der Stadt Wien. Porträtbüsten der Schauspieler Exl und Köck trugen ihm 1924 die goldene Me- daille der Stadt Salzburg ein, 1949 wurde er mit dem Professortitel ausgezeichnet. Seine überlebensgroße Steinfigur „Berggeist“ gelangte auf den Linzer Bauernberg zur Aufstellung. Für Freistadt, Ottensheim und Haslach schuf er Kriegerdenkmäler, für die Hatschek‘sche Familiengruft in Vöcklabruck einen relief- geschmückten Sarkophag, für die Friedenskirche in Urfahr eine „Pietà“, für das Siechenheim Hartheim einen holzge- schnitzten Altar. Dr. Hans Ankiewicz-Kleehoven Ergangen an: 12 Zeitungen ... Wien, den 29. Jänner 1954 Wir bitten Sie, beiliegende Pressenotizen, betreffend ... den 70. Geburtstag des akad. Bildhauers Adolf Wagner von der Mühl, veröffentlichen zu wollen und danken im Voraus für Ihre Bemühungen. im Künstlerhaus-Akt:
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Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl seine Herkunft und sein Werk
Titel
Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl
Untertitel
seine Herkunft und sein Werk
Autor
Anton Brand
Verlag
Museumsinitiative Rohrbach
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 4.0
Abmessungen
21.0 x 21.0 cm
Seiten
244
Kategorie
Kunst und Kultur
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