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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 182 -
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3 Briefe Ich liege jetzt imBett, ichhabeeinwenigzu schlafenversucht, aber ich schrecke immer wieder auf und es fällt mir die üble Lage ein, in der ich mich befinde. Ich habe auch gar keinen Appetit, das Essen ist mir durchaus zuwider. Nur wenn ich an Dich denke, mein Hase, so macht es mirFreude, aber ichwerde freilichauch sehr traurig zugleich. Ich schreibe mit dem Silberstift, den Du mir geschenkt hast. Siehst Du, wie gut es war, daß ich den | goldenen Bleistift nicht genommen habe, –dennnunhätte ich ihnDirnicht zurückgebenkönnen. Ich will sehen, wie die Dinge laufen. Ich habe mich soeben gemessen. Es ist zweiUhramNachmittag,und„Mercurus zeigte37′22“ ... Mein lieber, lieberHase! BerlinW8,HotelKaiserhof, d. 4. Jan.42. N. P.S.Bitte schickemir rekommandiert einpaarPackerlnZigaretten. 114)AnMariaCharlotteSweceny,o.O. [Berlin], o.D. [11.1.1942] M.l.H., ich danke Dich [sic!] vielmals für das Packerl, für die Orangen und für das Telegramm. Das Packerl war sehr lange unterwegs. Ich bin noch immer in Berlin, denn meine Angelegenheit ist noch nicht erle- digt.Hoffentlicherledigt sie sichbaldundgünstig.Aberauchwennsie schiefginge, so sinddaandreSachen,welchegutausgehenkönnen. Ich wäre schon sehr froh, Dich wiederzusehen, m.H., ich hoffe, es ist baldmöglich.MeinHäschen, ich lesealleDeineBriefevieleMale. Heute nurdiese paarZeilen. Samstagwollte ichDich sprechen,habe aber keine Verbindung bekommen. Jetzt kommt ein Herr vom Auswärti- genAmtzumir,ummich ineinerFilmsachezusprechen.Das scheint mir eine rechtepiècede resistancezu sein. Gesternbin ichaufdermilitärischenStufenleiterumeinenGradhöher gestiegen. Es wurde ein wenig fêtiert, und alle, vor allem Wratschko, waren sehrnettund liebzuDeinemNeni. M.H., dasLiebsteundSchönste! InderSteineanhäufung, beiSonnenschein. N. [v. frd.Hd.:]13. /I. 42. 182
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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