Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Weiteres
Belletristik
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 203 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 203 - in Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945

Bild der Seite - 203 -

Bild der Seite - 203 - in Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945

Text der Seite - 203 -

3.5 Briefe1942 136)AnMariaCharlotteSweceny,Berlin, 29.6.1942 LiebsterHase, eben habe ich Dein Brieferl vom 27. erhalten, und nun schreibe ich Dir auch ein Brieflein. Ich bin ein wenig besorgt, weil Du ohnmächtig geworden bist, – aber vielleicht war’s wirklich nur vom Baden. Ich freue mich, daß die Geschichte mit der Heidi wiederum geregelt ist: – das ganze war doch unsagbar überflüssig, wie übrigens das meiste, was die Menschen tun. Doch sollten sie sich wenigstens auf überflüssige Annehmlichkeitenbeschränken, statt aufUnerfreuliches,wasüberdies überflüssig ist. DasmeistevonmeinerArbeithabe ichnunerledigt, und ichmußnun nur noch das letzte Drittel des Dialoges machen, den zu überarbeiten ichübernommenhabe(–wasgleichfallsüberflüssiggewesen ist; aber ichhab’snuneinmalgetan).Hoffentlich funktioniert allesmitmeinen Bahnkartengut,undmit allendergleichenDingen. | Ich habe in den letzten Tagen über mancherlei nachgedacht und mich dabei entdeckt, dass schon die Vorstellung mich ergriffen hatte: jetzt sei ichzwar, inbezugaufdasWichtige,untätig, abereigentlichmüsse ichwiederetwas tun ... Unddaswarbestimmtschlecht.DieMeinung, das Tun und Produzieren eines sei, ist bestimmt falsch. Sondern tun kann man auch sehr viel, wenn man gar nichts hervorbringt. Es ist ganz falsch (etwa à la Wunderer) in eine Arbeitsschusselei zu geraten. Ich habe vielmehr eingesehen, dass die Produktion der letzten Jahre für mich abgeschlossen ist, und daß ich eineziemliche Pause machenmuß, bevor ichwiederetwasWirklichesarbeite.Anderswürde ichmichund dieArbeit verderben. – Nunalso,meinHase!Auf rechtbald! Berlin, d. 29. Juni1942. N. 137)AnMariaCharlotteSweceny,St.Wolfgang,17.7.1942 LiebsterHase, ich bin gut angekommen und habe heute mit Kobbe telefonisch ge- sprochen:dieLeute, glaube ichhabennichtsdagegen,wenn ich schon Dienstag gegen Abend von München nach Salzburg wieder zurückreise; sodaß wir uns also wohl schon Dienstag in Salzburg sehen, wenn ein 203
zurück zum  Buch Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945"
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
FWF-E-Book-Library
Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
Weiteres Belletristik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny