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3 Briefe
3.6 Briefe1943
153)AnMariaCharlotteSweceny,St.Wolfgang,4.7.1943
LieberHase,
in Wien habe ich noch einen trefflichen Platz bekommen, in jenem
Waggon, inden ichdurchausgewollt habe. InMünchenhabe ichalles
gutgeregelt, nurhabensiemir schonwieder,noch fürdieses Jahr, ein
Geld angehängt, was mir, wegen der Steuer, gar nicht sehr recht ist.
Ichhabeauchnoch, inMünchenselbst, raschetwasumgearbeitet, und
jetzt soll ichalsohierden„Doppelgänger“, derabereinenandernTitel
kriegen wird, schreiben. Ich bin erst Sonntag, nicht schon Samstag, hier
angekommen. Rehe habe ichaus dem Zuge gesehen, aber keineHasen.
Gestern war der erste schöne Tag seit langem, heute ist es auch noch
schön.
Nun bereite also Deine Herreise vor, lieber Hase, und habe in Hr. eine
recht gute Zeit. Ich schreibe rasch diese paar Zeilen, damit der Brief
nochweggeht.DasLiebsteundSchönste!
St.Wolfgang,
d.4. Juli 1943.
N.
P.S. Von „Geschichte, ungefähr“, habe ich einen neuen Satz gehört:
„Ist eswahr,dassPhytia einenDreispitzgetragenhat?“
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Titel
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Untertitel
- Briefe 1938-1945
- Autor
- Christopher Dietz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.5 cm
- Seiten
- 468
- Kategorien
- Weiteres Belletristik