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Schreibweise rührtdaher,dass imKyrillischenderLaut „jo“mit einem
„ë“geschrieben(Budffnny )unddahermeistmiteinem„e“ transkribiert
wird.
demFührer [...] zuvernichten ]Vgl. S.40.
96)AnMariaCharlotteSweceny,Berlin, 24.9.1941
Brief (1S.), blaueTinte
ein schöner Gedanke mit der Uhr ] LS ließ ALH über Gerhard T. Buch-
holz eine Uhr als Geschenk zukommen, die ALH jedoch ablehnte (siehe
dieBriefeNr.97und100).
BruderB. ]GerhardT.Buchholz.
mitDr.Bennessen ] GottfriedBenn(1886–1956).Dasgemeinsame
Essen fand dann wohl nicht statt, hätte doch ALH in den folgenden
Briefen an LS davon berichtet. Am 23. März 1942 war es dann so
weit: „Gestern war ich beiBenn“, schreibtALH tagsdarauf anLS(Brief
Nr.119). Dass ALH Benn für den „größten Lyriker[s], den es jetzt in
Deutschland gibt“ hielt, hatte er bereits 1933 in seinem auf Benns noto-
rischeAntwortandie literarischenEmigrantenBezugnehmendenBrief
an diesen geäußert (Alexander Lernet-Holenia: Brief an Gottfried Benn.
27.5.1933,DeutschesLiteraturarchivMarbachamNeckar,hier zitiert
nach Hübel/Müller [Hrsg.]: Die Lust an der Ungleichzeitigkeit, S.51):
„EinebindendereEntschließungdesdeutschenGeistesalsdie Ihregibt
esnun fürmichnichtmehr“ (ebd.). Indiesem–ebenfalls viel zitierten
–Brief stelltALHBennsVerständnis vonderRolledesDichters fürdie
Nationdaseigenegegenüber: „DerKünstlerhatnichtmitzumachen,was
dieNation tut, sonderndieNationhatmitzumachen,wasderKünstler
tut. [...] Der Dichter ist der Adelige der Nation, nicht ihr bloßer An-
gehöriger“ (ebd., S.57f.; vgl. auchBenn/Lernet-Holenia:Monologische
Kunst). Zum Verhältnis ALH–Benn siehe v.a. auch Rüdiger Görner: „Die
Bruchflächen funkeln lassen“. Über Gottfried Benns „Erwiderung an
AlexanderLernet-Holenia“. In:HélèneBarrière/ThomasEicher/Manfred
Müller (Hrsg.): Schuld-Komplexe. Das Werk Alexander Lernet-Holenias im
Nachkriegskontext.Oberhausen:AthenaVerlag2004,S.133–146.
97)AnMariaCharlotteSweceny,Berlin, 25.9.1941
Brief (4S.), blaueTinte
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Titel
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Untertitel
- Briefe 1938-1945
- Autor
- Christopher Dietz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.5 cm
- Seiten
- 468
- Kategorien
- Weiteres Belletristik