Seite - 321 - in Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Bild der Seite - 321 -
Text der Seite - 321 -
4 Kommentar
(K. Müller: Karl Heinrich Waggerl, S.259). Zu W.s Siebziger schrieb ALH
kokett imKurier (12.Dez.1967): „Ichwollte, ichkönnte soentzücken-
deEnten,dieaufdemBadewasser schwimmen, schnitzenwieDuund
Truhen bemalen und Silhouetten schneiden – dann hätte ich weitaus
weniger Unsinn geschrieben“ (Alexander Lernet-Holenia: Brief an die
Redaktion des Kurier [WienB, Handschriftensammlung, Teilnachlass Ale-
xander Lernet-Holenia (M09H), ZPH 630, Briefean Redaktionen]. o.O.
12.Dez.1967).
Grete L. ] Grete Lanz (1910–1995), seit 1941 mit Waggerl befreundet,
war Geschäftsführerin des gleichnamigen Salzburger Trachtenmode-
herstellers (zurPersonvgl.TheklaWeissengruber:ZwischenPflegeund
Kommerz. Studien zum Umgang mit Trachten in Österreich nach 1945.
Berlin et.al.: LIT Verlag 2005, S.153ff.). Waggerl plante 1939/40 ein
Volkskunstbuch, zu dem ihn der Tyrolia Verlag bereits 1936 angeregt
hatte. Das Projekt hatte den Titel Kunst, die im Volke lebt. Volkskunst,
Wohnweise und und bäuerliches Brauchtum (K. Müller: Karl Heinrich
Waggerl, S.230) – L. wird ihm dabei als „Trachten-Fachfrau“ manch
brauchbarenHinweisgelieferthaben.Über sie lernteWaggerl inSalz-
burgzahlreicheneueundeinflussreicheLeutekennen(vgl. ebd.,S.282).
Es existieren Briefe Waggerls an L. aus den Jahren 1941–1973. Seit
1938besaßL.aucheineWohnung imHochhaus inderHerrengasse (vgl.
Meder/Eiblmayr:HausHoch, S.141).
jene Stelle in Salzburg ] Siehe oben, Anm. zu den Waggerl. LS schreibt
an ALH in einem undatierten Konzept: „Morgen oder übermorgen
kommt die Gretl Lanz nach Wien – da werde ich ihr alles auseinan-
dersetzen und auf die 2 Punkte besonderes Gewicht legen daß 1. Deine
Stelle in Salzburg für Dich freigehalten wird und 2. im Augenblick
woDu ihn[Waggerl,C.D.]verständigst, daßDudafür frei bist,Deine
AnforderungmitNachdruckbetriebenwird.“
das Regenfaß ] In Hochrotherd, siehe auch S.315, Anm. zu auf der
Terrasse.
die Leiter ]Nicht ermittelt.
Eure Sachen ein wenig verteilen ] Wohl wegen der Bombengefahr
zwischen der Wiener Wohnung im Herrengassen-Hochhaus und dem
Landsitz in Hochrotherd. Letzterer diente den Kindern der Familie Stein
inden letztenKriegsmonatenalsVersteck (vgl.Kap.6.6.3).
hat Kleist zum Schluß gelebt ] Der deutsche Dramatiker, Erzähler und
Lyriker Heinrich von Kleist (1777–1811) lebte vom Herbst 1809 bis
zu seinem Freitod am Wannsee in der Mauerstraße 53 (Berlin-Mitte).
321
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Titel
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Untertitel
- Briefe 1938-1945
- Autor
- Christopher Dietz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.5 cm
- Seiten
- 468
- Kategorien
- Weiteres Belletristik