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Sieverläuftparallel zurWilhelmstraße, anwelcherderWilhelmsplatz
mitdemHotelKaiserhof lag.AufdenEinflussKleists aufALHhatu.a.
Müller-Widmer: Alexander Lernet-Holenia. Grundzüge seines Prosa-Werks
hingewiesen(S.27ff.).
145)AnMariaCharlotteSweceny,Berlin, 15.9.1942
Brief (2S.), lilaBleistift
Emils Zimmer ] Emil Jannings wohnte, wenn er sich in Berlin aufhielt,
ebenfalls im Hotel Kaiserhof (vgl. S.238, Anm. zu Emil). ALH über
diese Zeit: „Aber schon im Kaiserhof hatten Emils Beziehungen zur
deutschenNationwesentlich inGesprächenmitdemschwulenLiftführer
bestanden“ (Brief an Carl Zuckmayer. 3. März 1949, zit. nach Lernet-
Holenia/Zuckmayer:Briefwechsel, S.45.)
Kohlhaas-Film ] Aus der Verfilmung des Kleist’schen Michael Kohlhaas
wurde nichts. Der Dorfrichter Adam in der Verfilmung des Zerbrochenen
Krugs (1937) war eine von Jannings’ berühmtesten Rollen; verständ-
lich,dassmanmit einemKohlhaas-FilmandiesenErfolganzuknüpfen
wünschte. Überdies erfreute sich der „unbeugsame Deutsche“ Micha-
elKohlhaasunterdenNationalsozialistengroßerBeliebtheit.Caroline
Gille,KuratorinundwissenschaftlicheReferentinderStiftungSchloss
Neuhardenberg, die 2008 die Ausstellung „‚Was für ein Kerl!‘ – Heinrich
vonKleist im ‚DrittenReich‘“ zeigte,hatdaraufhingewiesen,dassdas
letzteKapiteldes zweitenBuchsvonHitlersMeinKampf mit „Notwehr
als Recht“ überschrieben sei, „und das ist ja das Kondensat der natio-
nalsozialistischen Rezeption von ‚Michael Kohlhaas‘, das was Hitler mit
Notwehr als Recht in Notsituationen formuliert“ (Marén Balkow: Der
instrumentalisierteSchriftsteller. In:DeutschlandRadioKultur, 14.Aug.
2008. URL: www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/831579/, ab-
gerufen am 27. Nov. 2009). Der Titel der Ausstellung bezog sich auf
Goebbels’ Tagebucheintrag „Was für ein Kerl ist doch dieser Kleist gewe-
sen!“vom19.März1941(ebd.).VomGermanistenundNSDAP-Mitglied
Josef Nadler wurde Kleist als „eine Stafette auf dem Wege von Kant und
Goethe zu Bismarck“ in Anschlag gebracht (zit. nach Ijoma Mangold:
AllesPropaganda? In:DieZeit, 5. Jan.2011,S.40).
wohinder HauptmannGais ]Vermutlich JakobGeis (1890–1972),dt.
Regisseur, Drehbuchautor und Dramaturg, seit 1935 Chefdramaturg für
die Bavaria Film in München (vgl. Klee: Kulturlexikon zum Dritten Reich,
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Titel
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Untertitel
- Briefe 1938-1945
- Autor
- Christopher Dietz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.5 cm
- Seiten
- 468
- Kategorien
- Weiteres Belletristik