Seite - 331 - in Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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5 EditorischeNotiz
Maria Charlotte Sweceny hat 141 Briefe und zehn Postkarten Alexander
Lernet-Holenias an sie aus dem Zeitraum Juli 1938 bis Juli 1943 –
wohl als weitgehendvollständiges Korpus1 – sorgfältig aufbewahrt. Sie
sind imArchivderFamilieStein inWien(SteinFA)erhaltengeblieben
und werden hier erstmals und in ihrer Gesamtheit der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht. Dass in erster Linie die Briefe Lernet-Holenias
überliefert sind, liegt in der Natur eines Privatarchivs. Die Überlieferung
von drei, vielleicht vier2 Briefen aus der Feder Lotte Swecenys sind dem
Umstandzuverdanken,dassdiese sichdreiBriefeausderAnfangszeit
desBriefwechsels zurückschicken ließ(vgl. S.31).AlleanderenBriefe
Lotte Swecenys an Alexander Lernet-Holenia müssen als verschollen
gelten;wahrscheinlich ist, dassLernet sie –wie sovieleandereauch3 –
vernichtet hat. Da aber Lotte Sweceny die meisten Briefe zwei-, dreimal
aufsetzte,bevorsie sie insReineschriebundabsandte, sindrundsechzig
ihrerBriefkonzepte anLernet-Holeniaerhalten,die fürdieEdition von
großemWertwarenund inextenso indenKommentarteil eingeflossen
sind.
DieBriefeundPostkartenAlexanderLernet-Holenias sindmit einer
Ausnahme(Nr.155) in lateinischerSchreibschrift verfasst.WasderEr-
zähler inBeideSizilienvomBriefSilverstolpes4 anMarschall vonSera
sagt, ließe sichauchaufdieBriefedesAutorsanwenden: „Abgefaßtwar
er auf mehreren kleinen Bogen [...] mit einem gewissen Sinn für Form
undVerteilungderSchrift aufderFläche.“5
1 RomanRocˇekerwähnt, LotteSwecenyhabedieBriefeLernet-HoleniasausderPhase
ihrer Trennung, die wohl im Laufe des Jahres 1943 stattfand, vernichtet (Roman Rocˇek:
Persönliche Mitteilung an den Verfasser. Wien. 25. Juli 2009). Tatsächlich reißen die
BriefeLernet-Holeniasunvermittelt ab; ein „Abschiedsbrief“oderdergleichen istnicht
überliefert.
2 Bei Brief Nr.154 konnte nicht ermittelt werden, ob es sich dabei nur um eine nicht
abgesandte Reinschrift handelt oder um einen wieder in den Besitz der Absenderin
gelangtenBrief.
3 DarunterauchBriefevonGottfriedBennundRainerMariaRilke.
4 Wie Lernet-Holenia selbst hat auch Silverstolpe „alte Verwandte im Kärntnerischen“ (A.
Lernet-Holenia:BeideSizilien, S.563); seinVorname,Lennart, klingtnicht vonungefähr
ähnlichwieLernet.
5 Ebd., S.558.LernetsFreundCarlZuckmayer lobtedessen „schöne[]Handschrift, die
völligderFormunddemGehalt seinerDichtungenentspricht“ (Zuckmayer:Alswär’s
einStückvonmir, S.389).
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Titel
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Untertitel
- Briefe 1938-1945
- Autor
- Christopher Dietz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.5 cm
- Seiten
- 468
- Kategorien
- Weiteres Belletristik