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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts
beiKlinkhardterscheinendenSprachschuleDieMuttersprache20 füröster-
reichischeBedürfnisse überzeugteKlinkhardt vonderEignung Markus
Steins:
Umsomehrwar icherfreutüber IhreDruckschrift, diemirdieBe-
dürfnisse der österreichischen Volksschule noch spezieller bezeich-
net und mir den Weg welchen ich zu gehen habe noch genauer
vorschreibt, die mir ferner in Ihnen eine Persönlichkeit erkennen
läßt, welchedie Ausführungmeines Planesenergisch und mit vol-
lemVerständnis indieHandnehmenundmirmitRathundThat
zurSeite stehenwürde.21
RobertundBrunoKlinkhardt,diedasLeipzigerHausseit1870führten,22
plantendieGründungeinerFiliale inWien,dasdamalsnebenLeipzig
eines der Zentren des deutschsprachigen (Verlags-)Buchhandels war. Im
bereits erwähntenBrief schriebRobertKlinkhardtweiter:
Über die Bedingungen unter denen Sie die Filiale übernehmen,
würden wir uns sicher leicht einigen und dürfen Sie sich meiner
Coulanz versichert halten. [...] In der angenehmen Hoffnung, daß
nun der Anfang zu einer langjährigen angenehmen und lohnen-
den Verbindung zwischen uns gemacht ist sehe [erg.: ich, C.D.]
gefälligerRückäußerungentgegen[...].23
Mitunterheißt es,MarkusStein sei sogarursächlichanderGründung
der Wiener Dependance beteiligt gewesen24 – wie dem auch sei, hier
dürften sich zwei Bedürfnisse (nämlich jenes des Leipziger Verlags nach
20 „AusderVerlagsthätigkeitder siebziger Jahre ist besondersdasErscheinender inder
Lehrerwelt epochenmachenden, von den Schulmännern Baron, Junghanns und Schind-
ler bearbeiteten, und nach und nach in vierzehn verschiedenen Ausgaben erschienenen
‚DeutschenSprachschule inUebungsbeispielen‘ zuerwähnen,der, durchdieselbenAu-
toren bearbeitet, die ‚Muttersprache‘, in einer acht-, fünf- und dreiteiligen Ausgabe
folgte“ (Rudolf Schmidt: DeutscheBuchhändler.DeutscheBuchdrucker.Beiträge zu einer
FirmengeschichtedesdeutschenBuchgewerbes. Bd.3.Berlin:VerlagderBuchdruckerei
FranzWeber1902,S.550).
21 RobertKlinkhardt:Brief anMarkusStein. Leipzig. 26.Okt. 1876(zit. nachMumelter:
DieGeschichtedesVerlagshausesManz, S.94FN277).
22 ZurGeschichtedesVerlagsJuliusKlinkhardtsieheUweSandfuchs/Jörg-W.Link/Andreas
Klinkhardt (Hrsg.):Verlag JuliusKlinkhardt1834–2009. BadHeilbrunn: JuliusKlink-
hardt2009.
23 Zit. nachMumelter: DieGeschichtedesVerlagshausesManz, S.95 (FN278).
24 Soebd., S.95, aberauchbeiRobertStein: „Mit31JahrenhatteHerrMarkusStein im
Jahre1877denAnstoßzurGründungderFirmaJuliusKlinkhardt inWiengegeben[...]“
(Robert Stein: Festrede anläßlich der Betriebsfeier zum 100jährigen Firmenjubiläum
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Titel
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Untertitel
- Briefe 1938-1945
- Autor
- Christopher Dietz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.5 cm
- Seiten
- 468
- Kategorien
- Weiteres Belletristik