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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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6.3 „RastlosePflichterfüllung“:RichardStein,derVater 6.3.4 DerErsteWeltkrieg ZumEngagementderVerlegerfamilie indenSphärenderschönenKünste passte gut, dass sich der Verlag am Vorabend des Ersten Weltkriegs auch denbelles lettreszuwandte– freilichmitpädagogischemHintergrund: Die Reihe „Neuere Dichter für die studierende Jugend“ der Herausgeber Alois Bernt und Johann Tschinkel führte Werke von Anzengruber, Ei- chendorff, Grillparzer, Hebbel, Ibsen, Kleist, Mörike, Stifter und anderen imProgramm.DerVerlagwarnun indenBereichenPädagogik,Recht undLiteratur einedererstenAdressenderMonarchie. Der Erste Weltkrieg stürzte dann die Verlagsbranche im allgemei- nen und den Verlag Manz im besonderen in eine schwere Krise.110 Es mangelteannahezuallenMaterialien, vorallemanPapier; außerdem entzogendieEinberufungendenBetriebendasPersonal.DieLagewar katastrophal, auch bei Manz. Was sich in den bisherigen Jahrzehnten als günstig für die wirtschaftliche Entwicklung des Hauses erwiesen hat- te,nämlich seinedominanteRolle im juristischenBereich,wurdedem Verlag nun beinahe zum Verhängnis: Die politischen Veränderungen im Zuge der Auflösung der Monarchie und der Errichtung der Republik, die zwangsläufig auch eine Neuordnung von Staat und Rechtssystem mit sich brachten, machten große Teile des Verlagsprogramms – und damit des Lagers – zu Makulatur, darunter etwa die ebenso bedeutende wieeinträglicheSammlungzivilrechtlicherEntscheidungendesObersten GerichtshofesvonJuliusGlaserundJosephUnger.111 „Auf juristischem GebietewarManzzweifellos inÖsterreich führend.Naturgemäßhatder Umsturz und die Auflösung des Reiches daher diesen Verlag auch am unmittelbarstenberührt“,112 schreibtCarlJunker(1864–1928),Chronist des österreichischen Buchhandels. Die Schrumpfung der Doppelmonar- chie zueinerkleinenRepublikbedeuteteauch fürdieSchulbuchsparte einenempfindlichenVerlust anAbsatzgebieten. EinederStrategien,dieexorbitantenVerluste zukompensieren,be- standdarin,den fürÖsterreichgünstigenValutenkursunddiedadurch vergleichsweisebilligenHerstellungskostenauszunutzen.1920gründe- ten die Steins die „Edition Manz-AG“ mit dem Verwaltungsratspräsiden- 110 Vgl. hierzuv.a.Hall:ÖsterreichischeVerlagsgeschichte I, S.47ff. 111 Vgl.R.Stein: Festrede100JahreManz,S.8. 112 CarlJunker:DerVerlagsbuchhandel inderRepublikÖsterreich.Betrachtungenanläßlich der ersten Wiener Buchmesse. In: Murray G. Hall (Hrsg.): Zum Buchwesen in Österreich. GesammelteSchriften1896–1927.Wien:EditionPraesens2001,S.180–192,hierS.184. 361
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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