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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 368 -
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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts Über den Umfang ihrer künstlerischen Tätigkeit ist nichts mehr bekannt.146 Die Künstlerin, die der erwähnten „Vereinigung bildender Künstlerin- nenÖsterreichs“ angehörte, stellte auch in derStockholmerKunsthalle (1917)und imWienerKünstlerhaus(1919)aus.147 DieTitel ihrerWerke lautenetwa„Landschaft ausSpanien“, „Netzflickerinnen“oder „Äpfel- verkäuferin“.148 Eines ihrerGemäldestellt einca.neun-bis zehnjähriges MädchenmitblauenAugenundblondenHaarendar: einPorträt ihrer NichteLotte (um1914, vgl.Abb.5). FürdamaligeVerhältnisse spät,nämlichum1920,149 heirateteHelene Stein, die es als Malerin offenbar zu einiger Anerkennung gebracht hat,150 rund 36-jährig den elf Jahre älteren, aus Hamburg stammenden OffizierRichardJohannWinger(1873–1924).151 IstdasHochzeitsdatum 1920korrekt, soexistiertezudiesemZeitpunktbereitseinSohn,Richard (* 11. August 1919) – der Gedanke an eine Legitimationsheirat liegt nahe, kannabernichtdurchQuellenuntermauertwerden.Loitfellner jedenfalls vermutet – wohl nicht zu Unrecht –, dass der Status einer „Oberstenwitwe“die JüdinHeleneWinger später „vorderDeportation durch die Nationalsozialisten“ schützte.152 Fest steht, dass sie während desNS-Regimes inWienund,nachdemsie ihrVermögen ihrenbeiden 146 Loitfellner: ÖsterreichsvergesseneMalerinnen. Loitfellnerhat auf einemvonHelene Winger gemalten Bild mit dem Titel „Netzflickerinnen“ („Las Hilanderas“) Hinweise darauf entdeckt, dass diese sich um 1910 in Paris aufhielt und dort auch malte und ausstellte. 147 Gruber/Mentschl:RichardStein. 148 Siemalt „vorwiegendLandschaften,GenresundStilleben“ (ebd.). 149 Loitfellner:ÖsterreichsvergesseneMalerinnen.DasÖsterreichischeBiographischeLexikon 1815–1950nennt1919alsdasJahrderHeirat(Gruber/Mentschl:RichardStein,S.156). 150 Vgl. die Stimmen der zeitgenössischen Kritik bei Loitfellner: Österreichs vergessene Malerinnen. 151 Die hier wiedergegebenen Lebensdaten Richard Johann Wingers entstammen den Mel- deunterlagen des WStLA – das Österreichische Biographische Lexikon 1815–1950 und Loitfellner (Letzterevermutlich inBezugaufErsteres)nennen1929alsTodesjahrRi- chardWingers.UnstimmigkeitherrschtauchbeidenGeburtsdatenderbeidenSöhne Helenes und Richards: Richard wird 1919 geboren, Wolfgang 1921 (ebenfalls Meldeun- terlagendesWStLA;bei Loitfellner:1920bzw.1922).ZudenbeidenSöhnenexistiert inderFamilieSteineineumfangreichemündlicheÜberlieferung,diehiernichtweiter von Interesse ist; erwähnt sei immerhin,dassderÄltere,Richard, esnachseinerAus- wanderungnachKolumbien imJahr1960alsFabrikant vonEssbesteckundMacheten zu großem Reichtum brachte (Markus F. Stein: Persönliche Mitteilung an den Verfasser [Tonbandprotokoll].Wien.16. Juli 2009). 152 Loitfellner: ÖsterreichsvergesseneMalerinnen. 368
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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