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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts 1945.BarbaraNetscher,dieTochterWalterSteins, berichtet voneiner Erzählung Richard Wingers, Helenes Sohn, nach der dieser nach dem TodseinerMuttergemeinsammit seinemBruderWolfgang–am1.April 1945, alsowährendder letztenKriegstage, als keinBestattungsinstitut mehrarbeitete– irgendwieeinenSargorganisierteunddieLeicheder Mutter mit einem Handkarren auf den Döblinger Friedhof transportiere und im Grab der Eltern Markus und Nanette Stein beisetzte.158 Lotte Sweceny schreibt in einem Brief über den Tod ihrer Tante: „Tante Helen [sic!] ist Samstag gestorben. Ich bin doch sehr traurig darüber. Sicher warmannichtgenugnett zu ihr, besonders ich,dasheißt ichwarhalt garnicht.“159 ErwinStein,das jüngsteKindMarkusundNanetteSteins,wurdeam7. November1885 inWiengeboren.Er istdereinzigeStein,dembereits eineBiografiegewidmetwurde:ThomasBrezinkas2005erschienenes Werk Erwin Stein. Sein Biograf beschreibt den Komponisten, Dirigenten undMusiktheoretikerErwinSteinals „‚geborene[n]Assistent[en]‘mitei- nerArt ‚Begabung fürdieFreundschaft‘, die seinganzesLebenbestimmt hat“, einen Menschen von großer „[...] Musikalität, Bescheidenheit, KonzilianzundFreundlichkeit, verbundenmitFleiß, einer ‚unermüdli- chenMitteilsamkeit‘ undbedingungslosenTreuegegenüberdenen,die er liebteundverehrte“.160 Zu seinem Vater Markus unterhielt Erwin zeit seines Lebens ein gutes Verhältnis,161 ebensozuseinenSchwestern,wobeiEmmydenStatusder Lieblingsschwester einnahm.162 Wenigergutkamder Jüngstemitdem ErstgeborenenRichardzurecht,163 dessenGeschäftssinndiefinanzielle Unterstützung,dieErwin seinemLehrerArnoldSchönbergangedeihen ließ–etwa inFormvonüberdieVerlagsbuchhandlungbestelltenund bezahltenNoten164 –einDorn imAugewar. 158 BarbaraNetscher:PersönlicheMitteilungandenVerfasser (E-Mail).Ronneburg.22.Feb. 2010.DasGrabbefindet sichamFriedhofWien-Döbling,Gruppe23,Reihe8,Nr.165. 159 MariaCharlotteSweceny:Brief anRobertundWalterStein (BesitzBarbaraNetscher, Ronneburg). Hochrotherd. 2. Apr. 1945. Der Samstag war der 31. März; Loitfellner nenntden1.April alsTodestag. 160 Brezinka: ErwinStein, S.9. 161 Vgl. ebd., S.15. 162 Vgl. ebd., S.16. 163 Ebd. 164 „DereigentlicheMäzenwarnatürlichSteinsVater [Markus,C.D.], dennalleSpenden für Schönberg, die in den Jahren 1909 bis 1917 von Erwin Stein kamen, stammten von dessenVater“ (ebd., S.24). 370
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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