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6.3 „RastlosePflichterfüllung“:RichardStein,derVater
Brezinka zeichnet einen Menschen, der sich ganz in den Dienst seiner
Mission stellte: der Kunst eines Arnold Schönberg und später eines Ben-
jamin Britten zu jener Geltung zu verhelfen, die ihr seiner Ansicht nach
gebührte. Die Eigenschaften, die ihm dabei halfen, waren dieselben,
dieauchschonseinVaterandenTaggelegthatte:Begeisterungsfähig-
keit, Fleiß,Toleranz,Pragmatismus.Trotz seinesEngagements fürdie
musikalischeAvantgarde seinerZeitwarErwinStein „–geprägtdurch
seinegroßbürgerlicheHerkunft–bürgerlich,konservativundpatriotisch
eingestellt.AuchdiemoderneMusik,dieer vertrat, galt ihmnichtals
‚revolutionär‘, sondernals ‚bürgerlicheAvantgarde‘.“165
BeiseinemTodam17.Juli1958imzurHeimatgewordenenLondoner
Exil hinterließ Erwin Stein zwölf Lieder, vier Klavierwerke und ein
Scherzo für Streichquartett, Bearbeitungen von Werken Gustav Mahlers,
Alban Bergs, Anton Bruckners sowie fünf Bücher und mehr als 170
musiktheoretischeAufsätze.166
165 Ebd., S.122.
166 Ebd., S.220–230 (Werkverzeichnis). Vgl. auch den Wikipedia-Artikel des Verfassers
(http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Stein_(Musiker).)
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Briefe 1938-1945
- Titel
- Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
- Untertitel
- Briefe 1938-1945
- Autor
- Christopher Dietz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-205-78887-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.5 cm
- Seiten
- 468
- Kategorien
- Weiteres Belletristik