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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny - Briefe 1938-1945
Seite - 374 -
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6 MariaCharlotteSweceny:VersucheinesPorträts schließlich litt dasHausnoch immerunterdemWegfall derAbsatzge- bietenachAuflösungderMonarchieundderdamit einhergegangenen Schrumpfung desVerlagsprogramms. Auchdie Editionen französischer Klassiker, mit denen sein Vater den Verlag in den zwanziger Jahren über dieWirtschaftskrisegebrachthatte, stagnierten imAbsatz.AlsRoberts GroßvaterMarkus imMai1935seinemSohnRichard indenTod folg- te,wurdeRobertSteinAlleingeschäftsführer. Ihmbliebenknappedrei Jahre, den Verlag zu leiten, bis er nach dem „Anschluss“ als „Misch- ling 1. Grades“ gezwungen wurde, seine Tätigkeit zumindest offiziell niederzulegen.175 Am 5. September 1937176 heiratete Robert Stein im niederösterreichi- schenNaßwald(heuteSchwarzau imGebirge)dieausderSteiermark stammendeMariaTeichmann(1905–1990).DerEheentsprangendie KinderElfi (1938–1953),Christine (*1939)undFranzRichard(1944– 2005). NachdemZweitenWeltkriegnahmRobertSteingemeinsammit sei- nemBruderWalterunddenverbliebenenMitarbeiterinnenundMitar- beiterndenWiederaufbaudesVerlags inAngriff.177 Einerderersten– undanhaltendsten,dieZeitschrift existiertnochheute–Verlagserfolge wardieÖsterreichische Juristen-Zeitung, kurzÖJZ.Bereits imMai1945 führte Robert Steindie ersten Gespräche und gewann schließlich Franz HoheneckeralsSchriftleiter.178 EinegewisseGenugtuungmagdieEigen- tümerfamilie, die selbst vonBerufsverbotenundArisierungspolitikder Nationalsozialisten betroffen gewesen war, bei Publikation der Werke Gesetz über die Erfassung arisierter und anderer entzogener Vermögen- schaften (Heller/Rauscher/Baumann1946)undWiedergutmachung in Arisierungsangelegenheiten (Loeb1946)179 empfundenhaben.180 175 Vgl.Kap.6.5. 176 BarbaraNetscher:PersönlicheMitteilungandenVerfasser (E-Mail).Ronneburg.26.Apr. 2011. 177 In seinerFestredezum100.Firmenjubiläumam25.Mai1949würdigteRobertStein seine Mitarbeiter und blickte vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Wir alle wünschen unseinebessereZukunft.NichtderÜberflußaus jener sagenhaftenBackhendlzeit ist es, nachdemwirunsalle sehnen, sondern jenesMindestmaßvonSicherheit, Freiheit undeigenstaatlicherOrdnung,dasdieVoraussetzungdafür ist, daßunsunsereArbeit sinnvoll erscheint“ (R.Stein: Festrede100JahreManz,S.20). 178 Vgl.Mumelter:DieGeschichtedesVerlagshausesManz, S.198. 179 Vgl.ManzGmbH(Hrsg.): 150JahreManz, S.23. 180 ZuRobertsSteinsBedeutung fürdenVerlagnach1945vgl.Mumelter:DieGeschichte desVerlagshausesManz, S.196ff. 374
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Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny Briefe 1938-1945
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Titel
Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny
Untertitel
Briefe 1938-1945
Autor
Christopher Dietz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-205-78887-4
Abmessungen
15.5 x 23.5 cm
Seiten
468
Kategorien
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