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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Seite - 176 -
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176 ImNamenderEmanzipation aus.DasAuftretengegenMoscheebautenundinsbesonderegegendieErrich- tungvonMinaretten[…]isteinwesentlicherBestandteilfreiheitlicherPolitik« (Liebhart2015: 95).Das»Islam-Thema«ist inderösterreichischenParteipoli- tik also seitmindestens einem Jahrzehnt engmit der FPÖverknüpft.Diese VerbindungwurdeauchindenInterviewsvielfachundvonmehrerenRedak- teurInnenbetont.Daswird schonallein anderAnzahl derErwähnungen in den Interviewsdeutlich. Insgesamt 47Malwurde eineAussage imGesamt- materialmitdemCode›ParteipolitischeInstrumentalisierung‹versehen,um eineReferenzaufeineösterreichischeParlamentsparteioderaufeineneiner solchenzugeordnetenPolitikerzumarkieren.FastzweiDritteldieserCodie- rungen– 30 von 47 – entfallen auf die FPÖ.Die konservative ÖVP kommt zwölfMalvor,SPÖundGrünewerdennurdreibzw.zweiMalerwähnt. Weitgehende Einigkeit besteht unter den Befragten bezüglich der star- kenPositionderFPÖindiesemFeld.IhrepolitischenPositionen,Kampagnen undöffentlicheKommunikationwerdenalswesentlich für die starkepoliti- scheAufladungdesThemenfeldeswahrgenommen.Danachgefragt,worauf er die gestiegene Bedeutung desThemenfelds ›Islam undMuslime‹ in Ös- terreichzurückführt,antworteteeinBefragteretwa:»SicherderFaktorFPÖ. Sicher der… ›Pummerin stattMuezzin‹ und derartigeWahlkämpfe, sicher- lich« (F1m).Unterschiede bestehen jedoch hinsichtlich der konkretenRolle, die der FPÖ in diesem Prozess zugeschrieben wird. Hier können drei Ar- gumentationslinien identifiziertwerden.ErstenswirddieFPÖinsbesondere unterdemVorsitzendenHeinz-ChristianStracheals ›Übersetzerin‹ derglo- balen, im vorangegangenenAbschnitt dargestelltenVerknüpfung von Islam mit Terror, Krieg undExtremismus dargestellt. Someint ein Journalist auf dieselbeFrage: »Ichmeine, 9/11 und dieseDinge, undAfghanistan und…dawaren diese LänderundThemen,dievorherwenigoderkaumeineRollegespielthaben, plötzlichsehrpräsent.Und,ähm,dannistdasauchtransportiertwordenin die innenpolitischeDiskussionüberdie FPÖ. Ichglaub’ schon, dassdas ei- gentlichüberdieseSchiene sehr stark…Unddannwarhaltdie Folge,dass mansichmitdemThemaauseinandergesetzthat.« (G2m) Ein anderer Befragter sieht ebenfalls ein »Ausnutzen« diesesThemasdurch die FPÖauswahltaktischenGründen.Die Berichterstattung der Zeitschrift rekapitulierend, fürdieer selbst schreibt,meinter:
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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