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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Seite - 178 -
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178 ImNamenderEmanzipation timuslimischen Positionen der FPÖwird aber auch von anderen Befragten aufgebracht,etwa indiesemZitat: »Und ich glaub’ schon, dass es in der öffentlichenWahrnehmung, auch in derveröffentlichtenMeinung,schoneinegewissenAngstvordem…dieFPÖ schürtdasauch,voreinerÜberfremdung,Europawirdislamisch…Dashatso Konjunkturen,aber ichglaub’,das ist latentschonda,generell inÖsterreich mitdergenerellenAusländerfeindlichkeit, diehaltdannauchüberden Is- lamgetragenwird.« (E1m) Eine »generelle Ausländerfeindlichkeit«, die als in der österreichischen Be- völkerung gegeben angenommen gilt, wird in diesem Bild durch die FPÖ »über den Islamgetragen«.DieseThese ist in der politikwissenschaftlichen Rechtspopulismus-Forschungdurchausgängig (vgl.Krzyżanowski 2013; Ro- senberger/Hadj-Abdou2013).EinedritteVariantesiehtdasBesetzendesThe- masdurchFPÖebenfalls als Instrumentalisierung.Siegestehtderextremen Rechten aber zu, dass sie durch ihreThematisierung des Islam in der Be- völkerung vorhandene ›Ängste‹ oder ›Sorgen‹ aufgreife, die durch reale, von MuslimInnen geschaffene ›Probleme‹ ausgelöstwürden. Ein Interviewpart- ner beantwortetedie Frage,worauf erdie zunehmendeBedeutungdesThe- masIslaminMedienundPolitikzurückführe,so: »Ichwürde sagen, die Tatsache, dass ebendiemuslimischeZuwanderung einegewisse kritischeMasseerreichthatunddassder StrachedasThema erkannthatunddassdieKronenzeitung,hauptsächlich,dasThemaerkannt hat«(J1m) DerhergestellteKausalzusammenhangwirdhierdeutlich:DieFPÖwirdzur Übersetzerin einer inderBevölkerung verorteten antimuslimischenGrund- stimmung, deren Ursache wiederum die steigende Zahl vonMuslimInnen (»kritischeMasse«) selbst ist.ÄhnlichdrückteseineRedakteurinaus: »Aber ichglaub’,dieLeutehaben,odereinebreiteMassehatwirklichdiese Urangst,diejaauchrechteParteienschüren,diemussmanaberschonernst nehmen,dassdaeinUngleichgewichtentsteht.« (D1f) Das»Ungleichgewicht«erläutertsieinweitererFolgealsProzessderVerdrän- gungder ›Einheimischen‹durch ›Fremde‹: »Also,dassdazuvieleMoscheengebautwerden–ob’sdannderRealitätent- spricht istganzegal, aberdassubjektiveGefühl:DasFremde,alsodas,was
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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