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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
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180 ImNamenderEmanzipation geneingesetztwie»Beifall vonder falschenSeite« (I1fundE1m); »Angst,der FPÖ indieHände zu spielen« (G2m), oder auch: »[N]atürlichwar das nicht schön,dassmandasdannauchbenutzt für ›Dahamstatt Islam‹undsowas« (I2m).EineRedakteurinbegründete ihrePosition,dass eswichtigwäre,das islambezogeneThema in denMedien aufzugreifen, explizitmit demAnlie- gen,rechtenParteiendamitdieThemenhoheit streitigzumachen: »Esistvielbesser,Mediengreifen’sauf,alsrechteParteiengreifen’sauf.Weil dadurchnimmtman ihnenauchdieThemenausderHand.UndwennMe- dien und Journalisten bestimmte Themen, bestimmteMängel aufgreifen, dannistdasnochimmernichtsopopulistisch,wiedaseinerechteParteima- chenwürde.«(G1f) ManchmalwurdedieDistanzierungnichtnurfürdieeigenePerson,sondern imNamender eigenenRedaktion vorgebracht: »Ichhalte nicht die FPÖ für einepolitisch sowichtigeKraft,undkeiner vonmeinenKollegen ist irgend- woimVerdacht,rechtszustehen.« (B2m)EinanderermachteinenEinschub, alseraufdieantimuslimischeBewegungPegidazusprechenkommt:»Wobei aber doch zu bemerken ist, auch in der Redaktionsmannschaft, dass diese ganzePegida-BewegungnichtwirklicheineSympathiehat.« (E2m)Einwei- tererRedakteursieht sodieBranche insgesamtcharakterisiert. »Also ichglaub’ ja,dass indenMedienehersoeinKonsensherrscht, inden meisten,dassmanirgendwieversucht…,dassmankritischistgegenüberdie- sersehrpolarisierendenFormderFPÖ,dassdiemeistenJournalistendaeher eineGegenpositionhabenodervorsichtigsind.« (G2m) DasMotivderDistanzierungvonrechts ist fürdievorliegendeStudiehöchst relevant,weildamitgewährleistetist,dassderGegenstandderUntersuchung – der Beitrag zur rassistischen Produktion des/dermuslimischen Anderen durch sich selbst als nicht- oder antirassistisch positionierende organische Intellektuelle–mit demvorhandenenMaterial angemessenbehandeltwer- denkann.ZudemwirdindenInterviewsdeutlich,dassdieeindeutigepartei- politischeZuordnungdesThemas zur extremenRechten auchmit der Ten- denz verbunden ist, antimuslimische Politik auf die FPÖ zu reduzieren.Das zeigt sichdeutlich andenVerweisenauf anderepolitischeAkteurInnen,die als ›legitimeKritikerInnen‹derMuslimInnenunddes Islamdargestelltwer- den.Zuvorderst betrifft das SebastianKurz,der imZeitraumderErhebung erst als Staatssekretär, später als Bundesminister für Integrationsagenden zuständigwarundspäter zumObmannderkonservativenÖsterreichischen
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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