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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Seite - 182 -
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182 ImNamenderEmanzipation (Lachen),sag ich jetzteinmal,damithatdaseigentlichbegonnen« (B1m).Ei- neweitereBefragtemeint,dassderIslam»untereinemganz,ganzschlechten Imageleidet«underwähntSebastianKurzalswichtigenAkteur,derfüreinen anderenUmgangstehe: »DerneueAußenministermacht sehrviel indemBereich, alsodemwürde ich,wennichwaszusagenhätte indermuslimischenWelt,demwürde ich irgendeineAuszeichnungverleihen,weil derwirklich sehr viel tut, umdas einbisschen, ich sag jetzt nochnicht indieMitte, aber zumindest auf der Erfolgs-Seite, ineinanderesLichtzurücken«(D1f). AuchhierwirddaspositiveWirkenaufdersymbolischenEbeneverortet:Kurz würdeMuslimInnen»ineinanderesLicht«rücken,indemer»Erfolgsstories«, etwavonwirtschaftlicherfolgreichenUnternehmerInnenmitmuslimischem Hintergrund,präsentiere.6 Was Sebastian Kurz in den verschiedenen Interviews positiv angerech- netwirdistnichtzuletzt,dassereinwahrgenommenesThemenmonopolder FPÖangreift,dasThema›Islam‹nichtderextremenRechtenüberlässt.Ganz ähnlich verhält es sich bei dem damaligen Grünen Bundesrat Efgani Dön- mez, der als ›Islamkritiker‹ öffentliches Profil gewonnen hat und später als Kandidat derÖVP-Liste von SebastianKurz ins Parlament eingezogen ist.7 Dönmezwirdvoneinembefragten Journalisten,der sichzuvordeutlichvon der »polarisierendenForm«abgrenzt, in der die FPÖdasThemabehandelt, alspositivesBeispielgenannt.Ertrete»durchausprovokant«aufundsei»eine Figur,einerdergenaudiesepolitischeUnkorrektheitauchhat,undderDinge sagt,dieauch teilweise indenMediennichtkommen,womansicheherzu- rückhält,undimZweifelsfall vielleichtdieGeschichtenichtbringt,ausAngst davor der FPÖ indieHände zu spielen« (G2m).Dönmez steht hier für eine 6 DieseEinschätzungenderPersonSebastianKurz istvordemHintergrundderpolitischen Entwicklung,dieerundseineParteiseitDurchführungderInterviewsgenommenhaben, durchaus interessant.NachdenMigrations-undFluchtbewegungenvon2015erfandder ÖVP-PolitikersichalsHardliner inderGrenz-undAsylpolitikneu,wasihnletztlichandie SpitzeseinerPartei, ineineKoalitionsregierungmitderFPÖundindasAmtdesBundes- kanzlersgebrachthat (vgl.Wodak2018).Wie radikaldiepolitischeUmorientierungvon Kurzausfiel,machendiehierpräsentiertenDeutungenimKontrastzuseinengegenwär- tigenPositionenzurmuslimischenFragedeutlich. 7 SeithermussteDönmezimSeptember2018auchdenÖVP-Parlamentsklubwiederverlas- sen,nachdemerdiedeutschePolitikerinSawsasChebli ineinemTweetsexistischherab- gewürdigthatte.
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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