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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Seite - 183 -
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5      »IslamgleichProblem« 183 respektable–weilnichtdurchdieTraditionendesrechtsextremenRassismus belastete–FormderArtikulationeinesProblemdiskurses.Es ist signifikant, dass die erste Erwähnung vonDönmezdirekt imAnschluss andie Aussage fällt,dassdieAngst,unbeabsichtigtderFPÖzuzuarbeiten,dazu führe,dass MedienThemen»teilweiseunterdenTischfallen«ließen,beidenen»aufeiner sachlichenEbenederFPÖvielleicht…diederFPÖ-Argumentationvielleicht recht geben« (G2m).Hier scheint Dönmez Aussagen, die sonst als ›rechts‹ markiert sind,einrespektablesGesichtzuverleihen (vgl.Hafez2009a). Zusammenfassend kann zumTopos der parteipolitischen Instrumenta- lisierung festgehaltenwerden:Erstenswirddiemuslimische Frage durchge- hendalsrelevantfürdieösterreichischeParteipolitikwahrgenommen,wobei insbesonderederFPÖzugesprochenwird,dasThemaimpolitischenDiskurs positioniert undbesetzt zuhaben.Zweitens fällt die völligeAbwesenheit von KritikamUmgangmitdemThemaIslamdurchdieParteipolitik jenseitsder FPÖauf.InsbesondereSebastianKurz,deretwafürdasvonihmvorangetrie- beneneueIslamgesetzdurchausöffentlicherKritik–bishinzumVorwurfder Islamophobie–ausgesetztwar(vgl.Dautović/Hafez2014),wirdüberwiegend als positiver Faktor dargestellt. Ebenso verhält es sich bei Efgani Dönmez, dessenumstritteneAussagen–etwazuMinarettenals »politischeSymbole« oder seine Bezeichnung von Imamen inÖsterreich als »anatolischeKamel- treiber«– auch imZeitraumder Interviews bereits bekanntwaren. ImGe- gensatzdazuwirddrittensdiePolitisierungdesThemasdurchdieFPÖdurch- wegsalsnegativgedeutet.FürdieInterviewswarenquerdurchdasSpektrum derMedienlandschaft–vonBoulevard-bisQualitätspresse,vonTageszeitung überMagazinebis zumRundfunk–dieDistanzierungvon rechts charakteris- tisch. 5.2.3      »WennmanüberAusländerspricht,meintman eigentlichMuslime«:derToposMigrationund Integration »Allgemein habe ich denEindruck, dassMuslime, Schrägstrich Türkenund Türkinnen,oftalsStellvertreterfürdasThemaMigrationundIntegrationge- sehenwerden« (J2f).DieseBeobachtungeinerRedakteurin fasst dendritten hier identifiziertenToposdermuslimischenFragezusammen.Sieantwortet damit aufdieFrage, inwelchemZusammenhangdasThemaIslam in ihrem Berufsalltag amhäufigsten auftaucht. Etwas später illustriert sie ihre Ein- schätzungmit einemBeispiel:WennüberdenZusammenhangvonMigrati- onundSchulbildungberichtetwerde,würdenhäufigFotosvonMädchenmit
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Ă–sterreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Ă–sterreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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