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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
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194 ImNamenderEmanzipation »AlsodieRolleder Frau, ganzklar.Also jetzt,wennesumeinenGedanken eineseuropäischen Islamgeht, ganzklardieRolleder Frau.Daswürde ich einfachalsgroßesThemaNummereinssehen.«(A1f) Ebenfalls häufigwird auf dasThemenfeld dort verwiesen,wo das subjekti- veWissender InterviewpartnerInnenabgefragtwird.Dies geschieht inden Interviews etwa durch die Frage, ob dasThema Islam in Diskussionen im Freundes-undBekanntenkreiseineRolle spielt: »Schon.Alsomeistenswenn’sumFrauen,umdiesesThemageht,wieFrauen behandeltwerden.«(C2m) »Alsovielleichtliegt’sauchdaranweil’smichirgendwie,weil ichdashaltbe- sonderseklatant finde,das ist schonauch…alsoFrauen,wiegehtmanmit Frauenum,welcheRechtehabensie.« (G2m) »Oft, sind’s,weißnicht,Äußerlichkeitenwie:warumträgt jemandeinKopf- tuch?Das ist jetzt irgendwiehalt ein sehr sichtbaresZeicheneiner religiö- senEinstellungundeinerReligionsausübung,dasmanauchansprechenund nachfragenundhinterfragenkannunddemmansichauchstellenkann.Und ichhab’ inmeinemFreundeskreis, dagibt’s auchFrauen,dieKopftuch tra- gen,wasdieKonfrontationdamiterzwingt.EinfachaucheineAuseinander- setzungmitdemThema.Warumistdasso, istdas jetzteinZeichenderUn- terdrückungodernicht,ichmein’,daskannmannatürlichauchimFreundes- kreis intensivdiskutieren.« (F2m) »Kopftuch…ähm…Frauenrechte.BishinzusoSkurrilitätenwieAutofahren inSaudi-Arabien.Wobeidas fälltdannschonwiederunterdieRubrikSkur- rilität.AberFrauenrechte,sicher.« (E1m) Auffällig ist, dass befragte Frauen auf Geschlechterverhältnisse verweisen, woExpertInnenwissenüberdiemedialeundpolitischeDarstellungdesIslam abgefragt wurde.Männer dagegen bringen den Topos eher als subjektives Wissen in die Interviews ein.Offenbar fällt esMännern eher auf, wenn in Freundes- und Bekanntenkreis über ›Frauen‹ gesprochen wird. Über die Gründe dafür sollen können hier keine Spekulationen angestellt werden. Zusammenmachen die in diesen Ausschnitten präsentierten Formulierun- gendreierlei deutlich.ErstenskannderTopos ›Geschlechterverhältnisse‹ als höchst bedeutsam für diemuslimische Frage bestätigt werden. Die starke PräsenzdesThemasdecktsichmitdenErgebnissenzahlreicherStudien.Für
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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