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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
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240 ImNamenderEmanzipation tendmit jenenDiskursen,dieGoldbergalsNaturalismusidentifiziert. ›Race‹ verstehtChakrabarty als partikularistischeKategorie,die in einemkonflikt- haften Verhältnis zur universalistischen Logik desHistorizismus steht: »In otherwords, the ›not yet‹ functioneddifferently, it seems tome, in the two cases« (Chakrabarty inGhosh/Chakrabarty 2002: 151).Goldbergdagegenbe- steht darauf, dasswir esmit verschiedenen, ja komplementären,Varianten rassistischerDiskurse zu tun haben: »In their colonial applications, histori- cismor progressivismwas to naturalismas the velvet glovewas to the iron fist« (Goldberg2002:87).BeideFormenbringeninferiorisierteAnderehervor und (re-)produzieren gesellschaftliche Ausbeutungs-,Unterdrückungs- und Gewaltverhältnisse: »For the racial historicist, the racially immatureare inserted intohistorical development. They accordingly are promised progress, a promise at once underminedby racial imposition inbeingprogressivelypostponed toa fu- tureneverquite(tobe)achieved.[…]Theeffectisthatthosedeemedracially undevelopedand immatureare reproducedalmost inevitablyasunequal– asexploitable labor inthecolonies,asdiscardable inthepostcolony,andin bothasab-usablemigrantsemployed to takeonworknooneelsewill –or apparentlyneedsto.« (Goldberg2002:96) Seinem in »Racist Culture« ausgeführten Verständnis, wonach rassistische Diskurse nicht nur ordnende und erklärende Funktionen haben, sondern »institutional regulations, directions, and pedagogic models« einschließen (Goldberg 1993: 47), folgt Goldberg auch in der Untersuchung des »racial historicism«.WährenddieLogikdesNaturalismuspraktischenAusdruck in segregierendenPolitikenfand,folgteausderhistorizistischenThesedasPri- matder IntegrationundAssimilation (Goldberg2002: 86-87).DerÜbergang vonder naturalistischen zur historizistischen Logik (einÜbergang, der nur tendenziell stattfand, wie Goldberg betont, denn der Naturalismus wurde nie vomHistorizismus ersetzt) war somit auch der Übergang von starren zu zumindest potenziell durchlässigen Grenzen zwischen den ›Rassen‹. Zugleichverlangteder»racialhistoricism«zwarnichtdiephysische,aberdie kulturelle Auslöschungder temporalisiertenAnderen: »Colonial assimilatio- nistswereconfidentof theirpossessionofuniversally just laws,building the policyon theassumption thatnatives shouldbecomecivilized through their acquisition of the rule of law and the customof the colonizers, by ceasing, that is, tobenative.« (Goldberg2002:82)
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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