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Im Namen der Emanzipation - Antimuslimischer Rassismus in Österreich
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296 ImNamenderEmanzipation »Naja,dasbeginntbei Frauenrechten, Emanzipation, gehthinbis zuMen- schenrechtsverletzungen,dassindeinfachDingedienichtunserenWertvor- stellungenentsprechen.«(D1f;Herv.B.O.) Damit soll nicht in Frage gestellt werden, dass ›Werte‹, im Sinne von im Alltagsverstand verankertenWelt- und Selbstverständnissen, handlungslei- tendenÜberzeugungenundaffektivenDispositionen,unterschiedlichundin Konfliktzueinanderexistieren.BemerkenswertistandieserStelleallein,dass undwiesolcheWerteeinemWirzugeschriebenwerden, indeminterneDif- ferenzenhinter einengrundlegendenAntagonismus zwischen einemnicht- muslimischenundeinemmuslimischenKollektiv zurücktreten. In jederder hervorgehobenen Passagen verknüpft der bzw. die Sprechende die ›Werte‹ miteinerkollektivenBesitzanzeige: ›wir‹, ›uns‹, ›unsere‹.EineweitereForm, inder sichdieAnnahmeeinermoralischenGemeinschaft ausdrückt, ist die Vokabeldes ›Konsenses‹,deralsderenGrundlageunterstelltwird.Sodistan- zierensichmehrereBefragteaufNachfragevondemBegriff ›Islamophobie‹, weilsieSorgehaben,dassdieBenennungvonantimuslimischerDiskriminie- rungdernotwendigenAbwehrkraftder eigenenKultur schade,der einWer- tekonsenszugrunde liege: »Aber Islamophobie sozusagenals Stempel,mit demmanLeutedannbe- denkt,diekulturelleVerhaltensweisenvonGläubigeninFragestellen,diesa- gen,dasgeht inunsererGesellschafteinfachnichtunddagibt’seinenGrund- konsens,andenmansichzuhaltenhat,dasdannsozusagenunmöglichzuma- chenmitdemVorwurf:deristeinfachislamophob,unddamitsozusagenein Trotteloderdiskursunfähig,schließtsichselberausvonderDebatte,dashal- te ichfürgefährlich.« (C2m,Herv.B.O.) »Aber klar, diese rote Linie habe ich schongenannt,wohalt der kulturelle undgesellschaftlicheKonsens,den’s beiuns einfachgibt,überschrittenwird,wo dieRechtsstaatlichkeit verlassenwird,wodasStrafgesetzbuch irgendwie… dagibt’s nix zudiskutieren, dagehört das auchklar benannt, da sollman auchkeineScheudavorhaben, ichsageinmal,positiv rassistischoderposi- tivdiskriminierendeinAugezuzudrücken,dasgehörtklarbenannt.« (C1m, Herv.B.O.) »Wie gehtman damit um, wenn islamischeMädchen zumBeispiel nicht schwimmen gehen dürfen vomElternhaus aus? Undwas ist die Rolle der Frau,wann ist eine Frau unterdrückt, und kannmandas in unseremgesell-
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Im Namen der Emanzipation Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Titel
Im Namen der Emanzipation
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Autor
Benjamin Opratko
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefeld
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4982-0
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
366
Schlagwörter
Rassismus, Österreich, Islam, Moslem, Fremdenfeindlichkeit, Religion
Kategorien
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