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Anton Kuh - Biographie
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224 Gertrud Frenzel, die im Mai 1930 als Hauptbelastungszeugin in einem Prozeß »wegen Blutschande und Notzucht« gegen ihren honorigen Vater trotz massiven Drucks auf ihrer Aussage beharrt, er habe sie mehrfach sexuell mißbraucht, imponiert ihm ungemein. Die Schau- spielerin Grete Mosheim ist für ihn die »Kulmination des Geschlechts, aus dem eine Hilde Scheller und Gertrude Frenzel hervorging. Untief, aber frisch durchlüftet, voll würzigem Sach-Appeal. Routiniert wie die Berliner Natur und natürlich wie eine Berliner Pflanze. […] Kurz: eine ausgewachsene Märchen-Unschuld  – Frühlingserwachen auf einer Couch und neben einem Grammophon.«14 Kuh nimmt auf Dauer im noblen »Adlon« Quartier, ist dort aller- dings  – der Franz Molnárschen Maxime »Im besten Hotel das billigste Zimmer« gehorchend  – »Feudalproletariat«, was »Notdurft auf hohem standard of living« bedeutet, soll heißen, er haust in einem engen Kabi- nett, das den »Brutdampf vielmonatlicher Bewohntheit« atmet.15
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Anton Kuh Biographie
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Anton Kuh
Untertitel
Biographie
Autor
Walter Schübler
Verlag
Wallstein Verlag
Ort
Göttingen
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8353-3189-1
Abmessungen
13.8 x 22.2 cm
Seiten
576
Kategorie
Biographien
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