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Anton Kuh - Biographie
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394 »Ein Klavier auf dem Wintergletscher?!«  – »The Robber Symphony« Im September 1936 ist Kuh zur Präsentation eines Films in Wien, des- sen Kategorisierung selbst »Paimann’s Filmlisten«  – nie darum ver- legen, verwegene Genre- und Subgenre-Bezeichnungen aus dem Hut zu zaubern  – in arge Verlegenheit gebracht hätte. Noch der Untertitel, mit dem dieser bezaubernde Findling der Filmgeschichte 1964 im Verleih der Neuen Filmkunst Walter Kirchner in deutsche Kinos kam, »Eine skur- rile Halunkenpostille«, vermittelt, daß dieser 1934, 1935 entstandene Wiedergänger, der auf die Ausdrucksmittel des Stummfilms setzt, in keine Schublade zu stecken ist. »Poetisch-musikalische Gaunerkomödie mit einem Minimum an Dialog und einem Maximum an optischer Be- redsamkeit«1 beschreibt diese moussierende Mischung aus Stummfilm und Musical, »Dreigroschenoper« und Slapstick-Komödie immerhin sehr treffend. »The Robber Symphony«: ein Musikfilm im wahrsten Sinn des Wortes. Ein Film, der ganz auf Bild- und Musikwirkung setzt, mit ganz wenigen Untertitelblenden. Ein »komponierter Film«, in Filmbilder übersetzte Musik, konzipiert, geschrieben, gedreht und geschnitten nach Themen Friedrich Fehérs, der bei diesem ungewöhnlichen Werk Komponist, Orchester-Leiter, Drehbuchautor und Regisseur ist  – Dreh- buch-Coautor: Anton Kuh. Entworfen anhand eines »akustischen Storyboards«, entlang zweier musikalischer Leitmotive sich entwickelnd  – Ohrwürmer alle beide  –, mit überreicher burlesker Erfindungsgabe. Bild- und musikalischer Rhythmus im Einklang. Mitreißende, eingängige, gut gelaunte, fidele Musik aus allen Genres und Weltteilen, die sich festsetzt und noch lange nachklingt. Eine Vorliebe für das Clair-obscur des expressionisti- schen Films (sowohl Kameramann Eugen Schüfftan als auch der unter »Bauten« firmierende Ernö Metzner hatten lange Jahre mit G. W. Pabst zusammengearbeitet). Dargestellt von Schauspielern, die sich pantomimisch auszudrücken vermochten. Fehér holt sie sich vom britischen Varieté und vom Zirkus: den Seiltänzer mit Strohhut und Spazierstock (Michael Martin Harvey), den Klarinettisten (Al Marshall), den Fagottisten (Jack Tracey) (beide mit Melone, kreuzen sie in Slapstick-Manier ständig die Handlung), den Sänger à l’italienne (Webster Booth); daneben Magda Sonja als Mutter,
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Anton Kuh Biographie
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Anton Kuh
Untertitel
Biographie
Autor
Walter Schübler
Verlag
Wallstein Verlag
Ort
Göttingen
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8353-3189-1
Abmessungen
13.8 x 22.2 cm
Seiten
576
Kategorie
Biographien
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