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Anton Kuh - Biographie
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395 George Graves als Großvater Gianninos, Françoise Rosay als alte Wahr- sagerin, Alexandre Rignault als »Schwarzer Teufel«, Tela Tchaï als vampige Kellnerin, Oskar Asche als Gendarmerie-Hauptmann  – und in der Hauptrolle Hans Fehér, der Sohn Magda Sonjas und Friedrich Fehérs, als Giannino. Der Plot: Eine Schaustellergruppe  – Großvater, Mutter, Sohn  – mit einem Walzenklavier verschlägt es in einem abgelegenen Dorf in ein Wirtshaus, das Schlupfloch einer Räuberbande ist. Die Ganoven, getarnt als ehrsames Orchester, sind hinter dem Strumpf einer Wahrsagerin her, in dem diese ihr Geld hortet. Gerade als einer der Räuber, der »Mann mit dem Strohhut«, diesen Strumpf entwendet, bricht ein Brand aus. In der Verwirrung versteckt er ihn in Gianninos Klavier. Die Banditen jagen hinter dem Jungen her, der unwissentlich in den Besitz des ge- suchten Sparstrumpfs geraten ist, auch die Polizei ist hinter ihm als vermeintlichem Komplizen her. Mit pittoresken Szenerien, häufig wechselnden Schauplätzen, schnel- lem Schnitt, der auf ein munteres Walzertempo unvermittelt eine be- häbige Chaconne folgen läßt, auf eine Totale eine Nah- oder Halbnah- aufnahme, gewinnt der Handlungsablauf, der sich auf die wunderlichen Abenteuer konzentriert, die der Junge zu bestehen hat, immer mehr an Dynamik, bis die wilde Jagd, in der schließlich nicht nur der entwendete Geldsack sichergestellt wird, sondern auch die Räuber dingfest gemacht werden, in einem märchenhaften Happy-End zum Stillstand kommt. Überschäumend, sprühend vor Charme und Humor, Lebhaftigkeit und Munterkeit  – zwischen furioser Zigeunermusik und getragener romantischer Oper  – bringt die Szenenfolge wenn schon nicht die Verhältnisse, so doch die Darsteller und das Publikum zum Tanzen. Surreal der Auftakt mit den maskenhaften Orchestermusikern, alle in Schwarz, alle mit dem nämlichen bleichen, ausdruckslosen Gesicht, mit steifgliedrigen, marionettenhaften Bewegungen, ein Orchester trau- riger Clowns, alle mit der unbewegten Miene eines Buster Keaton; surreal eine Sarabande von Walzenklavieren auf Schlitten, verschneite Berghänge hinabgleitende Klaviere, das Klavier Gianninos, das, als es in einem Schneeloch versinkt, noch einmal einige gedämpfte Noten des Leitmotivs erklingen läßt, das es nach dem Auftakt vom Orchester übernommen hat, während dieses in der Abblende verschwunden ist. Surrealistisch das Verhör des mürrischen Polizeikommissars (Henri Valbel), das nahtlos aufgeht ins Gekrächz einiger Papageien. Vordergründig ergeben Fabel, Figuren und Schauplätze die Versatz- stücke eines Märchens: Archetypisch Gut gegen Böse, Giannino, die verfolgte Unschuld, über die die Vorsehung behütend ihre Hand hält,
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Anton Kuh Biographie
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Anton Kuh
Untertitel
Biographie
Autor
Walter SchĂĽbler
Verlag
Wallstein Verlag
Ort
Göttingen
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8353-3189-1
Abmessungen
13.8 x 22.2 cm
Seiten
576
Kategorie
Biographien
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