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te Wissenschaftlerinnen 1700–2005“ von Elisa-
beth Penker (2005) und der „Radical Busts“ von
Marianne Maderna (2015), die in dieser Statistik
nicht berücksichtigt sind.5
Die Statistik verrät auf den ersten Blick,
dass die Denkmalerrichtungen zeitlich sehr un-
gleich verteilt sind und sich vor allem auf die bei-
den ersten Jahrzehnte nach dem Zweiten Welt-
krieg konzentrieren. Allein in den elf Jahren von
1947 bis 1957 fanden 24 Denkmalenthüllungen
statt. Das heißt, im Durchschnitt kamen jedes
Jahr zwei neue Denkmäler hinzu. In den Jah-
ren 1951 und 1956 gab es sogar jeweils vier Denk-
malenthüllungen. Diese Werte reichen beinahe
an die Denkmalhäufigkeit in der Zeit vor dem
Ersten Weltkrieg heran und liegen höher als in
den 1920er- und 1930er-Jahren. Zum Vergleich:
In der Zeit von 1888 bis 1918 wurden im Schnitt
2,5 Denkmäler pro Jahr errichtet, während in den 20 Jahren von 1919 bis 1938 im Schnitt nur
1,4 Denkmäler enthüllt wurden. Statistisch gese-
hen wurden also in der ersten Dekade nach dem
Zweiten Weltkrieg pro Jahr mehr Denk
mäler
enthüllt als in der Zwischenkriegszeit.
In den Jahren 1958 bis 1960 gab es eine erste
Unterbrechung von drei Jahren, die bislang nur
festgestellt, aber nicht erklärt werden kann. In
den darauffolgenden acht Jahren wurden wieder
kontinuierlich ein bis zwei Denkmalsenthüllun-
gen pro Jahr durchgeführt. Die 600-Jahr-Feier
der Universität Wien im Jahr 1965 hatte offen-
bar keinen Einfluss auf die Zahl der Denkmal-
enthüllungen im Arkadenhof.
Der große Bruch bei der Ehrung herausragen-
der Professoren ist ab dem Jahr 1968 festzustellen.
Dieser Bruch geht einher mit dem gesellschaftli-
chen Wandel, der auch die Universität Wien er-
fasste. Bislang konnte noch nicht geklärt werden,
martin
engel134
5 Diese Denkmäler sind in der Selbstdarstellung der Universität Wien fest verankert und auf deren Internetseiten gut
dokumentiert (https://monuments.univie.ac.at, abgerufen am 23. Jänner 2017).
Abb. 6: Statistische Erfassung der Denkmalenthüllungen seit 1945.
Open Access © 2018 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR
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Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
- Titel
- Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
- Herausgeber
- Ingeborg Schemper-Sparholz
- Martin Engel
- Andrea Mayr
- Julia Rüdiger
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- WIEN · KÖLN · WEIMAR
- Datum
- 2018
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20147-2
- Abmessungen
- 18.5 x 26.0 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Scholars‘ monument, portrait sculpture, pantheon, hall of honour, university, Denkmal, Ehrenhalle, Memoria, Gelehrtenmemoria, Pantheon, Epitaph, Gelehrtenporträt, Büste, Historismus, Universität
- Kategorien
- Geschichte Chroniken