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Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
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lich zu widmen,23 daran lässt auch die Beschrei- bung von 1836 keinen Zweifel, wenn vermerkt wird, dass Marmorbüsten mit Gewand positio- niert werden sollen, darunter: Se. Majestät, [der] regierende[n] König Friedrich August sowie weite- re Erbprinzen und höfische Adelsträger.24 Letzt- endlich war der Neubau selbst – König Friedrich August I. namentlich gewidmet – in dieser Hin- sicht als ein Denkmal zu verstehen. Zwölf Mar- morbüsten mit Gewand25, die um das Vaterland verdiente Gelehrte26 darstellen, waren zusätzlich zur Ausschmückung der Aula geplant.27 Nach- dem der Senat über ihre künstlerische Ausfüh- rung entschieden hatte, wurden sechs Bildnisse der philosophischen Fakultät zuerkannt, dar- unter: Joachim Camerarius, Ernst Platner und Christian Fürchtegott Gellert. Die theologische und die juristische Fakultät schlugen weitere vier Personen vor. „Die Medizinische Fakultät ver- zichtete.“28 Für die Ehrenhalle wurde eine Leib- nizbüste nicht ausdrücklich erwogen29 und auch die erhaltenen vielfigurigen zwölf Stuckreliefs der Culturgeschichte der Menschen30 – ebenfalls Arbei- ten von Rietschel – lassen keinen expliziten Be- zug auf Leibniz erkennen. UnbeqUemer Gelehrter, einGeheGtes Genie? 291 23 Das Prozedere stimmt mit der straffen Organisation der Universität überein. 24 Anonym, Das Augusteum (zit. Anm. 18), S. 29. 25 Ebenda; H. Zwahr, Geschichte der Universität Leipzig 1409–2009, Bd. 2, Das neunzehnte Jahrhundert 1830/31– 1909, Leipzig 2010, S. 159 ff. Zum Bildprogramm vgl. E. G. Schmidt, Marmorbüsten der Universitätsaula. Nachbe- trachtungen zu einer Ausstellung, in: Mitteilungen und Berichte für die Angehörigen und Freunde der Universität Leipzig, H. 7, 1998, S. 19–20. 26 Zwahr, Geschichte der Universität Leipzig (zit. Anm. 25), S. 159. 27 Ebenda. 28 Ebenda, S. 160. Vgl. Janda-Bux, Die Entstehung der Bildnissammlung (zit. Anm. 15), S. 154–155. 29 „Gottfried Wilhelm Leibniz war nicht darunter und auch keiner der anderen berühmten Studenten.“, Zwahr, Ge- schichte der Universität Leipzig (zit. Anm. 25), S. 160. 30 A. Oppermann, Ernst Rietschel, Leipzig 1863, S. 402. Abb. 4: Feier zu Ehren des 200. Geburtstages von Leibniz am 21. Juni 1846, Illustration, Illustrirte Zei- tung (zit. Anm. 31), S. 44.
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Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Titel
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Herausgeber
Ingeborg Schemper-Sparholz
Martin Engel
Andrea Mayr
Julia Rüdiger
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
WIEN · KÖLN · WEIMAR
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20147-2
Abmessungen
18.5 x 26.0 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Scholars‘ monument, portrait sculpture, pantheon, hall of honour, university, Denkmal, Ehrenhalle, Memoria, Gelehrtenmemoria, Pantheon, Epitaph, Gelehrtenporträt, Büste, Historismus, Universität
Kategorien
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