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Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
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Fritz Schaper (1841–1919) gewonnen werden, der für einen Standort in der baumbestandenen Ost- anlage plädierte und sich damit gegenüber dem Denkmalkomitee durchsetzte. Ursprünglich war eine Aufstellung auf dem Platz vor dem Univer- sitätshauptgebäude vorgesehen gewesen. Schaper konzipierte ein pyramidal angeordnetes Monu- ment mit hohem gestuftem Piedestal, auf dem er das lebensgroße Standbild des Gelehrten in zeit- genössischer Kleidung mit langem Gehrock und offenem Mantel, die rechte Hand in napoleo- nischer Haltung ins Revers gesteckt, platzierte. Dem Wunsche des Denkmalkomitees entspra- chen die Ausführung in weißem Marmor eben- so wie die beiden allegorischen Frauenfiguren zu Seiten des Sockels, links eine Personifikation der Wissenschaft mit aufgeschlagenem Buch und Fackel, rechts die römische Göttin Ceres mit Äh- ren und Trauben in den Händen.26 Das Denk- mal wurde im Juli 1890 im Beisein des hessischen Großherzogs Ludwig IV. und Liebigs Witwe fei- erlich enthüllt. Nach der nahezu vollständigen Zerstörung infolge der Luftangriffe 1944/45 entschloss man sich erst 1953, anlässlich Liebigs 150. Geburtstag, zu einer Wiederaufstellung in sehr reduzierter Form (Abb. 12). Am historischen Standort steht nun in einem Buchsbaumgeviert eine Lungstein- Stele, an dessen Vorderseite eine bronzene Büs- te Liebigs – eine Kopie des Marmorkopfes vom sigrid ruby 314 26 Vgl. von Simson (zit. Anm. 24), S. 40; Liebig in Gießen (zit. Anm. 21), S. 25. – Das Gießener Liebig-Monument orientierte sich an dem zehn Jahre früher für den Berliner Tiergarten geschaffenen, sehr populären Goethe-Denkmal Schapers. Deutliche Analogien bestehen auch zum Peter-von-Cornelius-Denkmal am Rande des Hofgartens in Düsseldorf, das Adolf von Donndorf 1879 fertigstellte. Vgl. K. Brehm, Das Goethe-Denkmal in Berlin, in: Fritz Schaper. Die Wiederentdeckung des Denkmals (Ausstellungskatalog Goch, hrsg. von U. Hinkforth), 2000, S. 39–53; von Simson, Schaper (zit. Anm. 24), S. 22 u. 116–119. Abb. 12: Denkmal für Justus Liebig, 1953, Bronze und Lungstein, Gießen, Ostanlage. Open Access © 2018 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN KÖLN WEIMAR
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Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Titel
Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa
Herausgeber
Ingeborg Schemper-Sparholz
Martin Engel
Andrea Mayr
Julia Rüdiger
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
WIEN · KÖLN · WEIMAR
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20147-2
Abmessungen
18.5 x 26.0 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Scholars‘ monument, portrait sculpture, pantheon, hall of honour, university, Denkmal, Ehrenhalle, Memoria, Gelehrtenmemoria, Pantheon, Epitaph, Gelehrtenporträt, Büste, Historismus, Universität
Kategorien
Geschichte Chroniken
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