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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Neue Mobilitätskonzepte und autonomes Fahren: Potenziale der Veränderung180 9.2.3 Peer-to-Peer Carsharing Das Peer-to-Peer Carsharing, also das Verleihen des privaten Pkw zwischen Privatper- sonen, ist eben erst dabei, sich als dritte Systemform des Carsharing über Vermittlungsplatt- formen im Internet zu entwickeln. Genaue Nutzerzahlen liegen hierzu noch nicht vor. Die Buchungen werden beim Peer-to-Peer Carsharing über eine Internetplattform abgewickelt. Es gibt für das Abholen und Zurückbringen keine Station, vielmehr wird das Fahrzeug an einem individuell vereinbarten Standort abgeholt bzw. dorthin zurückgebracht. Der Blick auf eine Webplattform wie www.autonetzer.de zeigt, dass diese Form des Carsharing sich keineswegs nur auf die großen Städte beschränkt, sondern auch in kleineren Städten und Kommunen zu finden ist. Darin scheint sich die Vermutung von Hampshire und Gaites ([10], S.14) zu bestätigen, dass es sich bei Peer-to-Peer Carsharing – zumindest derzeit noch im Gegensatz zum kommerziellen Carsharing – um eine skalierbare Form des Car- sharing handelt. Dabei ist die Flottenzusammensetzung ausgesprochen dynamisch, da es sich bei der Bereitschaft zum Verleihen des Pkw nicht um eine grundsätzliche Verhaltens- weise seitens der Anbieter zu handeln scheint. Vielmehr legen die Ergebnisse einer Unter- suchung in Berlin die Annahme nahe, dass die Pkw-Besitzer ihre Fahrzeuge nur in be- stimmten Zeiten zur Verfügung stellen, beispielsweise dann, wenn die eigene Nutzung des Pkw aus persönlichen Umständen heraus gering ist [11]. 9.3 Nutzer und Nutzung der neuen Mobilitätskonzepte Die Zielsetzungen, die mit Carsharing verbunden werden, variieren je nach Perspektive der beteiligten Akteure. Seitens der Politik, die in Deutschland hauptsächlich auf kommunaler Ebene in die Bereitstellung der notwendigen Rahmenbedingungen für die Implementierung von Carsharing eingebunden ist, sind die Reduzierung des Verkehrsaufkommens mit dem Pkw (da Carsharing-Nutzer mit der Dauer der Carsharing-Nutzung auch den ÖPV-Anteil innerhalb ihres Modal Split erhöhen) und damit verbunden eine Verringerung der Emis- sionen von Luftschadstoffen und CO2 sowie die Minderung des Flächenanspruches des ruhenden Pkw-Verkehrs wesentliche Motive bei der Unterstützung von Carsharing-Ini- tiativen (vgl. Kap. 19). Kommerzielle Betreiber von Carsharing, wie Automobilhersteller (in der Regel in Kooperation mit Autovermietern) oder Mobilitätsdienstleister wie die Deutsche Bahn, verfolgen mit Carsharing produktbezogene Strategien, so u. a. die Er- weiterung ihres Leistungsangebotes durch eine (zusätzliche) Mobilitätsdienstleistung oder die Bereitstellung von attraktiven Fahrzeugen ihrer Marke und damit die Erzeugung von Markenbindung. Andere Motive für den Betrieb einer Carsharing-Flotte sind dezidiert ökologische Zielsetzungen, die wesentlich die Entstehung von Carsharing angetrieben haben und die insbesondere von den als Verein oder als Interessengemeinschaft organisier- ten Gruppen weiterhin aufrechterhalten werden [12], [13].
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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