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26913.2
Autobahnautomat und Vollautomat mit Verfügbarkeitsfahrer
13.2.1 Auswirkungen auf das Karosseriekonzept
Für die weiterhin vorgesehene manuelle Fahrzeugführung ist keine konzeptbestimmende
Änderung gegenüber den zu erwartenden Vergleichskonzepten, die keine Fähigkeit zum
autonomen Fahren vorsehen, erkennbar. Solange das sogenannte Erweiterungs- und
Verfügbarkeitskonzept (s. Kap. 2) auf der Regelung durch den Fahrer basiert, beschränkt
dies die Freiheitsgrade des Karosseriekonzepts. Die Außenmaße des Fahrzeugs sowie
die Anordnung und Größen der Scheiben müssen dann auch weiterhin dem Fahrer an-
gepasst werden, sodass entsprechend ähnliche Ausführungen wie heutzutage erwartet
werden.
Als Voraussetzung für das autonome Fahren ist eine Sensorik für nahezu alle Sichtrich-
tungen gefordert, die sicherlich zu im Detail aufwendigen Package-Lösungen führen mag,
wenn wie bisher eine nur dezente Sichtbarkeit angestrebt wird. Sollte tatsächlich ein Zei-
chen für die Fähigkeit, autonom zu fahren, gesetzt werden, so käme das den Entwicklern
zugute, um im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Sensorpositionen besetzen zu
können (s. als Beispiel Abb. 13.3). Ansonsten ist keine größere Abweichung des Fahrzeug-
konzepts zu Vergleichsfahrzeugen zu erwarten, da mit diesen Use-Cases den bestehenden
Konzepten „nur“ ein neues Feature hinzugefügt wurde, ohne die Grundbestimmung des
Fahrzeugs oder des Einsatzbereiches zu berühren.
13.2.2 Auswirkungen auf das Antriebskonzept
Für die potenziell verbleibenden manuellen Fahrtanteile gibt es keinen Grund, das An-
triebskonzept anders zu bewerten als für vergleichbare, nicht autonome Fahrzeuge. Aller-
dings vereinfacht die autonome Fahrt gegenüber der manuellen Fahrt eine Einbindung in
die Verkehrstelematik, und somit wird eine effizientere Fahrt möglich. Die Fahrweise kann
Abb. 13.3 Umfeldsensorik Ver-
suchsfahrzeug Team Anyway [5]
Autonomes Fahren
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