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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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29514.4 Erfahrungen bei der Umsetzung des Transportsystems damit um ca. 50 Prozent gesenkt werden können [7]. Das Geschäftsmodell für derartige Systeme besteht also darin, die Mobilitätsleistung durch die Einsparung von Personal deutlich günstiger anzubieten als beispielsweise mit einem Taxidienst. Gegenüber dem individuell genutzten Pkw ergibt sich der Vorteil, dass der Nutzer nicht auch die Fahrauf- gabe übernehmen muss, sondern anderen Beschäftigungen wie Arbeit, Freizeit oder Aus- ruhen nachgehen kann. Darüber hinaus können keine weiteren betriebswirtschaftlichen Vorteile ausgewiesen werden, da ein individuell abrufbarer Betrieb auch mit konventionellen, von Menschen gesteuerten Fahrzeugen möglich wäre. Der Vorteil der selbstfahrenden Fahrzeuge ist allerdings, dass sie auch zu betriebswirtschaftlich unattraktiven Zeiten betrieben werden können, so z. B. nachts, wenn vielleicht nur einmal pro Stunde eine Fahrt von zehn Minuten Dauer angefordert wird. Ein Fahrer müsste dabei 50 Minuten warten, ohne weitere Ein- nahmen zu haben. Wenn dagegen das selbstfahrende Fahrzeug für 50 Minuten steht, wäre die Wartezeit unerheblich, solange die Gesamtnutzung für den betriebswirtschaftlichen Betrachtungszeitraum profitabel ist. Bisher sind die Transportsysteme allerdings nur im Pilotbetrieb eingesetzt worden, so beispielsweise zu eingeschränkten Zeiten in Universitäts- oder Einkaufszentren [3, 4, 5]. Da diese Einsätze vorrangig der Vorführung des Systemkonzepts galten, kann das Ge- schäftsmodell noch nicht vollständig bewertet werden. Mit einem projektierten Einsatz der Fahrzeuge im kommerziellen Betrieb ab 2015 werden dann das Geschäftsmodell sowie Umsatzziele der Betreiber und Hersteller dieser Transportsysteme bewertbar sein. 14.4 Erfahrungen bei der Umsetzung des Transportsystems Der folgende Abschnitt soll einen Überblick über die Erfahrungen bei der Umsetzung des selbstfahrenden und individuell abrufbaren Personentransportsystems „Navia“ der Firma Induct an der Stanford Universität geben. Da die Fahrzeuge bis Mitte 2014 nur sporadisch im Einsatz waren, ist dies ein erster Erfahrungsbericht, der an anderer Stelle und zu späte- rer Zeit fortgesetzt werden soll. Allerdings können jetzt schon Erfahrungen über die Vor- gehensweise bei der Einführung vermittelt werden, die für andere Wissenschaftler und Verkehrsplaner bei der Umsetzung ähnlicher Transportsysteme hilfreich sein können. 14.4.1 Evaluations-, Versuchs- und Öffentlichkeitsbetrieb Für die hier dargestellten Fahrzeuge werden entsprechend Tab. 14.1 verschiedene Be- triebsphasen betrachtet, um das Transportsystem zunächst in einer Evaluationsphase zu klassi fizieren, dann in einer Versuchsphase zu optimieren und schließlich im Öffentlichkeits- betrieb anzubieten. Zunächst müssen generelle Erfahrungen mit den Fahrzeugen gesammelt werden, da ein derartiges Transportsystem noch weitestgehend unbekannt und die Risikobewertung damit
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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