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Verkehrliche Wirkung autonomer Fahrzeuge
stand tritt bereits heute in Abhängigkeit der Verkehrsverhältnisse bei bis zu 20 % aller
Folgeabstände auf. Insofern scheint dieser Abstand akzeptabel, sofern aus technischer Sicht
die Sicherheit gewährleistet ist.
Für die unterstellten Größen würde sich bei Verwendung der oben hergeleiteten Formeln
die Kapazität und damit der maximale Durchfluss im Falle eines rein autonomen Verkehrs
deutlich erhöhen (Faktor 1,78) (s. Abb. 16.7).
Gegenüber den heute beobachteten Kapazitätswerten eines Fahrstreifens von 2200 Kfz/h
wäre damit bei einem rein autonomen Verkehr eine Steigerung der Verkehrsstärke auf etwa
3900 Kfz/h möglich.
Wird der Schwerverkehr im Verkehrsfluss berücksichtigt, so kann der mittlere Platzbe-
GDUI GHU )DKU]HXJH DXV HLQHU PLW GHP 6FKZHUYHUNHKUVDQWHLO Ȧ JHZLFKWHWHQ 6XPPH JHELOGHW
werden. Die Verkehrsdichte erhält man dann wiederum aus dem Reziprok des mittleren
Platzbedarfs eines Fahrzeugs mit
k
vT L vT
Lh
Pkw h Lkw
=
−( )
+( )+ +( )
1
1 ω ω .
Für die Kapazität ergibt sich bei dieser Betrachtung der Zusammenhang
C=
−( )
+( )+ +( )
v
vT L vT
La
Pkw a
Lkw1
ω ω .
Geht man von einer für den autonomen Verkehr auf Autobahnen moderaten Geschwindig-
keit von 80 km / h aus, so erhält man den im folgenden Diagramm dargestellten funktiona-
len Zusammenhang. Für einen auf deutschen Autobahnen typischen Lkw-Anteil von 15 %
würde sich dann eine Kapazität von etwa 3877 Kfz / h und damit nahezu der doppelte Wert
Abb. 16.7 Kapazitätszuwachs, der sich bei einer ausschließlich autonomen Fahrzeugflotte (nur
Pkw) in Abhängigkeit der Geschwindigkeit ergeben würde
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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