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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Sicherheitspotenzial automatisierter Fahrzeuge: Erkenntnisse aus der Unfallforschung358 wenn der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verliert – sind meist keine Daten zur Ursache verfügbar [11]. 17.2.8 Unfalldatensammlungen von Verbraucherverbänden (ADAC) Die ADAC-Unfallforschung wird seit 2005 aufgebaut. Sie besteht aus einer Kooperation zwischen der ADAC-Luftrettung und dem ADAC-Technikzentrum. Aus den Rettungs- flügen werden bislang jährlich bundesweit Informationen über ca. 2500 schwere Unfälle in der ADAC-Unfalldatenbank gesammelt. Die Unfalldaten stammen von Polizei, Ärzten, Feuerwehren und Kfz-Sachverständigen [17]. ADAC-Unfalldaten beinhalten Informationen zu Verkehrsunfällen mit Schwerver- letzen. Darunter sind Luftbilder mit den Endlagen der Fahrzeuge und eine detaillierte medizinische Diagnostik. Auf Aktenbasis besteht die Möglichkeit für ergänzende Einzel- auswertungen. Jedoch sind die Daten nicht öffentlich zugänglich. Es erfolgt keine abschlie- ßende interdisziplinäre Reflektion mit den jeweiligen unfallaufnehmenden Personen. 17.3 Grundlagen zur Unfalldatenauswertung 17.3.1 Erhebungstiefe versus Fallzahlen Die Aussagekraft von Unfalldaten in Bezug auf Sicherheitspotenziale variiert deutlich, da die Daten unterschiedlich erhoben werden. Sogenannte In-Depth-Erhebungen werden meist in Zusammenarbeit mit qualifizierten interdisziplinären Teams durchgeführt. Beson- ders fundierte Ergebnisse sind durch gemeinsame Einzelfallanalysen von Funktions- entwicklern, Sachverständigen für Unfallanalyse, Medizinern und Verkehrspsychologen erreichbar. Bei einer derartigen Erhebungstiefe bestehen allerdings meist Einschränkungen aufgrund geringerer Fallzahlen, sodass die statistische Aussagekraft oft gering ist. Auswertungen von Unfalldatenbanken erlauben Rückschlüsse auf Maß nahmen zur Er- höhung der Verkehrssicherheit. Die detaillierte Unfallanalyse inklusive Unfallrekonstruk- tion umfasst sowohl die Rückrechnung von Geschwindigkeiten mithilfe der Unfall spuren als auch die Untersuchung der Unfallentstehung, Betrugsaufklärung sowie Betrachtungen zur Vermeidbarkeit und Biomechanik. Eine darauf basierende Potenzialbewertung zukünf- tiger Systeme setzt jedoch die umfangreiche Kenntnis vorgegebener Rahmenbedingungen voraus. Bislang entstanden zukunftsweisende Ideen zur Erhöhung der Fahrzeugsicherheit vor allem durch die Kombination von Unfallanalysen, bestehenden Erfahrungen und umfas- senden Forschungstätigkeiten. Unfallforschung ist eine Möglichkeit, die Effizienz beste- hender und den Bedarf an neuen automatisierten Fahrzeugfunktionen zur Erhöhung der Sicherheit zu ermitteln. Im Weiteren werden Grundbegriffe zur Unfalldatenauswertung erklärt.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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