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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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50323.4 Sichere Zustände in den Use-Cases fen werden, ob dieser Fall explizit berücksichtigt werden muss oder nicht. Nicht automa- tisierte Fahrzeuge können zwar ebenfalls liegen bleiben, es ist durch den vorhandenen Fahrer jedoch einfacher, das Fahrzeug schnell und unkompliziert aus dem Weg zu fahren oder zu schieben. 23.4.3 Use-Case 3: Vollautomat mit Verfügbarkeitsfahrer Sicherheit und Risiko dieses Use-Case sind einer Kombination der Use-Cases 1 und 2 sehr ähnlich. Durch den vorhandenen Verfügbarkeitsfahrer ist es möglich, die Kontrolle an diesen abzugeben. Er kann auch die Absicherung des Fahrzeugs übernehmen, falls dieses liegen bleibt. Auch die notwendigen Fahrmanöver und die Situationen decken sich mit den Use-Cases 1 und 2. Zusätzlich wird das Fahrzeug auch auf Überlandverbindungen eingesetzt. Die maximale Geschwindigkeit ist in diesem Use-Case auf 240 km/h beschränkt. Dadurch sind praktisch alle Geschwindigkeiten denkbar, jedoch muss die Maximalgeschwindigkeit im- mer so gewählt werden, dass diese innerhalb der Leistungsfähigkeit des Fahrzeugführungs- systems liegt und das Risiko entsprechend reduziert ist. Für den sicheren Zustand gelten die gleichen Bedingungen wie in den Use-Cases 1 und 2. 23.4.4 Use-Case 4: Vehicle-on-Demand (Sicherheits-)Technisch ist dieser Use-Case der anspruchsvollste. Das Fahrzeug muss mit allen Situationen zurechtkommen, mit denen auch ein Mensch zurechtkommen muss. Das Risiko muss stets unterhalb einer für Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer zumutba- ren Schwelle liegen. Sowohl die Fahrmanöver als auch die Bedingungen für den sicheren Zustand können unter Berücksichtigung des fehlenden Verfügbarkeitsfahrers aus den Use-Cases 1, 2 und 3 übernommen werden. Das Fahrzeug befindet sich unter den folgenden Bedingungen in einem sicheren Zu- stand: 1. Das Fahrzeug steht still wie in den Use-Cases 1, 2 und 3. In jeder Situation ist das Fahrzeug auf Hilfe von außen angewiesen. Neben möglichen Passagieren sind weitere Personen involviert, die über den Zustand des Fahrzeugs informiert sein und auf Probleme des Fahrzeugs reagieren müssen. 2. Das Fahrzeug fährt auf einem Fahrstreifen wie in den Use-Cases 1, 2 und 3. Aus der Fahrt heraus muss bei einem risikoerhöhenden Ereignis selbstständig ein sicherer Zustand erhalten bzw. erreicht werden. Durch die Verfügbarkeit auf Abruf und die universelle Nutzbarkeit muss das Vehicle-on- Demand mit allen Situationen im Straßenverkehr zurechtkommen. Die sicherheitsrelevan-
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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