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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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62128.4 Erhöhung der Produktsicherheit automatisierter Fahrzeuge sondern beschleunigte unerwünscht weiter. Unfallopfer waren keine zu beklagen. Die kurz- fristig eingeleitete Rückrufaktion beschränkte sich auf 6082 Fahrzeuge [21]. 28.4.2 Wesentliche Fragen aus bisherigen Produkthaftungsfällen Eigene Erfahrungen des Verfassers aus bisherigen Produkthaftungsfällen haben gezeigt, dass eine strukturierte Entwicklung als Mindestanforderung insbesondere auch für ein sicheres automatisiertes Fahrzeug vorausgesetzt wird (S. 627, Abschnitt 28.4.6). Im Scha- densfall sind die im Folgenden genannten Fragen zur Abwehr zivil- und strafrechtlicher Ansprüche von Bedeutung: ‡ Wurde bereits vor Beginn einer neuen Produktentwicklung unter Abwägung der Risiken, der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Nutzens geprüft, ob das Fahrzeug mit dieser technischen Umsetzung überhaupt in den Verkehr gebracht werden darf? Grundsätzlich existieren neben den allgemeinen gesetzlichen Anforderungen bis heute keine abgestimmten und harmonisierten Methoden für vollautomatisierte Fahrzeuge. Generieren lassen sich diese durch international anerkannte Entwicklungsleitfäden mit Checklisten – ähnlich dem mit der ISO 26262 [22] (Teil 3, Concept phase, Seite 24, Controllability) ver- linkten RESPONSE 3-ADAS Code of Practice für die Entwicklung und Validierung von Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) mit aktiver Längs- und Querführung [5]: ‡ Welche Maßnahmen wurden zur Risiko-, Schadens- und Gefahrenminimierung über den gesetzlichen Rahmen hinaus ergriffen? Zukünftige Vorgaben werden sich an den heute gültigen Anforderungen orientieren und diese zum größten Teil übernehmen. Die Methoden zur Bewertung des Risikos während der Entwicklung (S. 623, Abschnitt 28.4.4) gewährleisten, dass bei der Nutzung des Fahr- zeugs keine intolerablen Personengefährdungen zu erwarten sind. Deshalb sind bei der Entwicklung mindestens die heute allgemein gültigen Anforderungen, Richtlinien, Verfah- ren und Prozesse zu berücksichtigen: ‡ Wurden beispielsweise allgemein anerkannte Regeln, Normen oder technische Vorschriften eingehalten? Die Einhaltung gängiger Vorgaben allein ist im Allgemeinen nicht ausreichend. Vielmehr werfen sie folgende Fragen auf: ‡ Wurde mit der geforderten Sorgfalt entwickelt, produziert und vertrieben? ‡ Hätte der entstandene Schaden mit einer anderen Konstruktion vermieden oder in seiner Auswirkung gemindert werden können? ‡ Wie verhält sich bzw. wie hätte sich ein Fahrzeug aus dem Wettbewerb verhalten? ‡ Hätten Warnungen den Schaden verhindern können?
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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