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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Gesellschaftliche und individuelle Akzeptanz des autonomen Fahrens640 „ A good science fiction story should be able to predict not the automobile but the traffic jam“, meint Frederik Pohl ([41], S. 287). 29.1 Einführung In der Diskussion um das autonome Fahren rückt neben technischen und rechtlichen Fragestellungen mehr und mehr auch die Frage in den Fokus, welche Einstellungen und Erwartungen künftige (potenzielle) Nutzerinnen und Nutzer, aber auch eine gesellschaftli- che Öffentlichkeit der neuen Technologie entgegenbringen. Die aufkommende Debatte trägt der Annahme Rechnung, dass ein Wechsel vom konventionellen zum autonomen Fahren deutliche Veränderungen für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringen würde. Aus- gehend von einer solchen individuellen wie auch gesellschaftlichen Nutzerperspektive stellt sich damit die Frage nach der Akzeptanz von autonomen Fahrzeugen: Inwieweit ist die oder der Einzelne bereit, ein vollautomatisiertes Fahrzeug zu nutzen, und inwieweit sind wir als Gesellschaft bereit, ein Verkehrssystem zu akzeptieren, in dem vollautomati- sierte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind? Die öffentliche Aufmerksamkeit für das autonome Fahren ist in der letzten Zeit deutlich gewachsen – in Befragungen gibt mittlerweile eine Mehrheit an, immerhin schon vom autonomen Fahren „gehört“ zu haben (vgl. [1]). In der massenmedialen Berichterstattung wird die Automatisierung des Fahrens häufig als Lösung für viele unserer Automobil- bedingten Verkehrsprobleme vorgestellt; darüber hinaus wird erwartet, dass es zu einer Revolutionierung von Autonutzung und Autobesitz kommt. Der Begriff „autonomes Fahren“ weist allerdings in der öffentlichen Debatte noch starke definitorische Unschärfen auf, mal ist dabei vom automatisierten Fahren und von selbstfahrenden oder fahrerlosen Fahrzeugen die Rede, mal vom teil- oder vollautomatisierten Fahren. Häufig ist nicht ganz klar, um welche Arten der Beförderungsmöglichkeiten es sich handelt, welche konkreten Möglich- keiten und Potenziale, aber auch welche Risiken damit verbunden sind oder welche Her- ausforderungen auf dem Weg zum autonomen Fahren noch bewältigt werden müssen. Die Perspektiven aus der Sicht von Verkehrsteilnehmern und potenziellen künftigen Nutzerinnen und Nutzern werden dabei wenig beachtet, wenngleich immer wieder betont wird, dass eine nutzer- sowie eine nutzenorientierte Betrachtung ganz wesentlich zur Akzeptanz und damit auch zum Erfolg automatisierter Fahrzeuge beitragen kann (vgl. [2], [3]). Die frühzeitige Einbindung der Akzeptanz-Thematik in die Debatte um autonomes Fahren ist notwendig, auch wenn die Realisierung eines Straßenverkehrs mit vollständig automatisierten Fahrzeugen derzeit noch gar nicht absehbar ist. Mit der Einführung der Technologie werden möglicherweise Veränderungen im gesamten Bereich der Mobilität einhergehen, die viele gesellschaftliche Ebenen betreffen und gleichzeitig einen fundamen- talen Wandel der Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, auslösen könnten. Um die wesentlichen Aspekte eines solchen Wandels frühzeitig zu kennen und den Wandel gege- benenfalls zu steuern, ist es wichtig, bedeutende Einflussfaktoren, und dazu gehört die Akzeptanz der Technologie, zu identifizieren und ihre Dynamik zu verstehen.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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