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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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65729.5 Fazit und Ausblick dem autonomen Fahrzeug zugeschrieben werden und welchen Einfluss auf die Akzeptanz von autonomem Fahren die aktuelle Autonutzung und der Autobesitz erwarten lassen. Kapitel 31 befasst sich insbesondere mit diesen Fragen. Derzeit ist zumindest in der öffentlichen Debatte häufig noch gar nicht klar, worum es eigentlich geht, wenn vom autonomen Fahren die Rede ist – dies gilt sowohl für die medi- ale Rezeption der Technologie als auch deren Darstellung. Ist die Rede von autonomen (Privat-)Fahrzeugen, die der Fahrerin oder dem Fahrer dann und wann die Fahraufgabe abnehmen können? Oder geht es um fahrerlose Taxis, die, sozusagen „auf Kommando“, sowohl Personen als auch Güter jederzeit überallhin transportieren können? Gegenwärtig ist davon auszugehen, das hat auch die Auswertung gezeigt, dass viele Fragen, die mit einer möglichen künftigen Implementation autonomer Fahrzeuge in unser Verkehrssystem ein- hergehen, noch ungeklärt sind. Damit entzieht sich allerdings auch die Frage nach dem Nutzen von autonomem Fahren – sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene – einer eindeutigen Antwort. Momentan ist nur zu erahnen, welche Wertzuordnun- gen beim autonomen Fahren die wichtigsten Rollen einnehmen, auch wenn die vorliegen- de Untersuchung zumindest einen Einblick in die relevanten Themen geben konnte, die mit der Technologie assoziiert werden: Sicherheit, Komfort, Kostenersparnis, Umweltver- träglichkeit, Zeitersparnis, Chancengleichheit etc. Darüber hinaus ist der weiter oben beschriebene Kontext der Akzeptanz bzw. des auto- nomen Fahrens von zentraler Bedeutung für künftige Untersuchungen. Diesen Schluss lassen u. a. auch die Ergebnisse aus den US-amerikanischen Kommentaren mit stärker gesellschaftspolitisch konnotierten Aussagen zu: Hier scheint, aus Sicht der Kommentie- renden, das autonome Fahren möglicherweise mit dem derzeit vorherrschenden Normen- und Wertesystem der Autonutzung zu kollidieren. Künftige Studien sollten deshalb die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung der heutigen Autonutzung in den Blick nehmen und konkret danach fragen, wie diese in den Kontext von Alltagspraxis und kultur- bzw. milieuspezifischen Orientierungsrahmen eingebettet ist (s. hierzu auch Kap. 31). Darüber kann bestimmt werden, welche konkreten Aspekte in diesem Zusammenhang Auswirkungen auf die Akzeptanz des autonomen Fahrens erwarten lassen. Im Sinne einer konkreteren Nutzenbestimmung bzw. Wertzuordnung wird es künftig auch darum gehen, Technologie für potenzielle Nutzerinnen und Nutzer oder Betroffene erfahrbar zu machen und eine Vorstellung davon zu ermöglichen, was von ihr erwartet werden, aber auch, was sie nicht leisten kann. In diesem Sinne könnten vor allem politische bzw. öffentliche Institutionen akzeptanz- oder zumindest zugangsfördernd wirken ([3], S. 3), indem sie die öffentliche Debatte stärker mitprägen oder konkrete Test- und Pilot- projekte für autonomes Fahren initiieren – zu den aktuellen Bestrebungen und Bemühun- gen von Seiten der Politik s. Kap. 8. An anderer Stelle im Projekt wurde bereits deutlich, dass spezifische Anwendungsfälle des autonomen Fahrens, wie sie über die Use-Cases (s. Kap. 2) eingeführt wurden, jeweils spezifische Bewertungen, Erwartungen und Ein- schätzungen mit sich bringen (s. Kap. 31 zum Thema Autonutzung und -besitz im Zusam- menhang mit autonomem Fahren sowie auch Kap. 6, Kap. 12 und Kap. 33).
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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