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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Gesellschaftliche Risikokonstellation für autonomes Fahren – Analyse, Einordnung666 ‡ Wie groß ist die räumliche und zeitliche Reichweite möglicher Risiken des autonomen Fahrens? Gibt es indirekte Risiken, z. B. über systemische Effekte? ‡ Welche Akteure sind an der Risikoanalyse, der Risikokommunikation und der Bewertung der Risiken beteiligt, und welche Perspektiven bringen sie ein? ‡ Was wissen wir über diese Konstellationen, mit welcher Verlässlichkeit wissen wir dies, welche Unsicherheiten sind involviert, und welche sind möglicherweise nicht eliminierbar? Auf diese Weise wird das abstrakte Risiko in eine mehr oder weniger große Vielzahl von klar angebbaren Risiken in präzisen Konstellationen zerlegt, über deren Legitimier- und Verantwortbarkeit dann einzeln und konkret gesprochen werden kann. Es werden mögliche gesellschaftliche Risiken des autonomen Fahrens „vermessen“ – man könnte sagen, dass eine „Landkarte“ dieser Risiken entsteht, die einen ersten Schritt zum Verständnis der Gesamtrisikosituation in diesem Feld bildet. Unterschiedliche Konstellationen involvieren unterschiedliche Legitimationserwartungen und verschiedene ethische Aspekte, z. B. im Hinblick auf Informations- und Mitbestimmungsrechte [11], [15], aber auch unterschied- liche Maßnahmen im gesellschaftlichen Umgang mit diesen Risiken. 30.3 Gesellschaftliche Risikokonstellationen für autonomes Fahren Gesellschaftliche Risikokonstellationen für autonomes Fahren umfassen unterschiedliche Aspekte möglicher Schäden und Nachteile, unterschiedliche soziale Dimensionen und verschiedene Grade der Plausibilität des Eintretens möglicher Schäden. 30.3.1 Risikokonstellation Unfall Zu den vom autonomen Fahren erwarteten Vorteilen gehört eine starke Verringerung der Zahl der Verkehrsunfälle und der damit verbundenen Schäden für Leben, Gesundheit und Werte [4] (s. Kap. 17). Diese Reduktion ist ein starkes ethisches Anliegen [3]. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass es aufgrund technologischer Mängel oder in Situationen, auf die die Technologie nicht vorbereitet ist, zu Unfällen kommen kann, die spezifisch für autono- mes Fahren sind und die vermutlich mit einem menschlichen Fahrer nicht eingetreten wären. Ein Beispiel hierfür könnten unvorhergesehene und von der Automatik nicht hand- habbare Situationen beim Valet-Parken (s. Kap. 2) sein. Auch wenn es hierbei nur zu Blechschaden käme, wäre eine klare rechtliche und finanzielle Nachbearbeitung erforder- lich. Diese wäre umso komplexer, je weitreichender die Unfallfolgen wären, z. B. im Falle eines schweren Unfalls mit einem automatischen Autobahnpiloten (s. Kap. 2). Mit Autounfällen sind wir aus dem seit über hundert Jahren etablierten Straßenverkehr sehr gut vertraut. Sie involvieren nur ein oder wenige Fahrzeuge, führen zu Schäden bei
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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