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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Vom (Mit-)Fahren: autonomes Fahren und Autonutzung690 Um ihre alltäglichen Mobilitätsanforderungen zu erfüllen – also verschiedene Aktivitäten an unterschiedlichen Orten auszuführen – greifen Menschen auf unterschiedliche Mittel der Fortbewegung zurück (Auto, Rad, Bahn etc.). Die Gründe dafür sind, so die Annahme, an einem spezifischen Nutzen orientiert: z. B. Verfügbarkeit, Geschwindigkeit, Kosten, Flexibilität, Sicherheit, Komfort etc. Wer daher das Auto als Mittel der Fortbe wegung wählt, schätzt es als vorteilhaft gegenüber anderen Verkehrsmitteln ein, wenn es beispiels- weise darum geht, schneller von A nach B zu kommen, möglichst günstig und komfortabel in den Urlaub zu fahren oder Zugang zu einem vom Wohnort entfernten Arbeitsplatz zu haben. Ob dieser Nutzen objektiv messbar ist, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle; vielmehr geht es um einen subjektiv wahrgenommenen Nutzen, der nicht unbedingt mit einem tatsächlichen Nutzen zusammenhängen muss (vgl. [22]). Stadtentwicklungskonzepte wie der „New Urbanism“ oder „Smart Growth“ beziehen sich vornehmlich auf die Annahme, dass instrumentelle Aspekte ausschlaggebend für die Verkehrsmittelwahl seien, und richten infrastrukturelle, verkehrsplanerische und politische Aktivitäten danach aus – Gebiete mit hoher Siedlungsdichte und Mischnutzung (Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit) sollen Wegelängen und Wegezeiten verkürzen und eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs ermöglichen (vgl. [23], [24], [25], [26]). Affektive Motive Instrumentelle Gründe allein sind jedoch noch nicht ausschlaggebend, um Verkehrsmittel- wahlentscheidungen erschöpfend zu erklären [27], [28] – und darüber hinaus können sie auch nicht immer klar von anderen Motiven getrennt werden. Unabhängigkeit und Freiheit, dominante Gründe der Autonutzung, können sowohl als instrumentelle als auch als affek- tive Aspekte gedeutet werden: Die Freiheit, jederzeit – unabhängig z. B. von Fahrplänen – losfahren zu können, kann ein rationaler Grund für das Auto sein; gleichzeitig kann diese Freiheit auch ein Gefühl von Autonomie und Unabhängigkeit vermitteln – ein emo- tional konnotierter Grund für das Auto (vgl. [6], [29]). Sowohl bei alltäglichen Fahrten als auch bei Wegen in der Freizeit spielen affektive bzw. emotionale Faktoren eine bedeutende Rolle. Verkehrsmittel wie das Auto sind eng an Emotionen und Empfindungen gekoppelt, die wiederum einen entscheidenden Einfluss auf deren Wahl (oder Nicht-Wahl) ausüben, wenngleich Autonutzerinnen und Autonutzer in direkten Befragungen häufig dazu neigen, ihre Motive und Motivationen zu rationalisieren und emotionale Aspekte „unter den Tisch fallen zu lassen“ [28]. So kann die Autonutzung beispielsweise mit Gefühlen von Entspannung und Vergnügen, Erregung und Begeisterung, der Freude am Fahren oder an der Geschwindigkeit, aber auch von Stress und Anspannung einhergehen; in der Regel wird das Autofahren mit positiven Gefühlen assoziiert [30], [31], [32]. Das Auto als Statussymbol: symbolische Motive und kulturelle Symbolbedeutung Neben instrumentellen und affektiven Motiven beeinflussen auch symbolische Motive die Wahl des Autos (bzw. des Verkehrsmittels allgemein). Dabei erfüllen sie zwei Funktionen: Einerseits können durch das Nutzen und/oder Besitzen eines spezifischen Fahrzeugs per-
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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